Montag, 25. März 2019

Wegen Falschberatung Milliardenstrafe für Barclays, HSBC und RBS

Geldwäsche, Libor-Skandal und Co.: Die höchsten Strafen für Banken
DPA

Die britische Bankenaufsicht hat gegen mehrere Banken auf der Insel Geldstrafen ausgesprochen. Barclays, HSBC und die Royal Bank of Scotland sollen wegen Falschberatung rund 1,5 Milliarden Euro zahlen.

London - Britische Banken müssen wegen falscher Beratung von Kunden erneut Entschädigungen in Milliardenhöhe zahlen. Die Aufsichtsbehörde FCA verdonnerte am Donnerstag 13 Institute und Kreditkartenaussteller zu Kompensationsleistungen von insgesamt 1,3 Milliarden Pfund (1,5 Miliarden Euro). Zu den bestraften Unternehmen zählen Barclays, HSBC und die Royal Bank of Scotland (RBS). Wie hoch die Beträge für einzelne Banken sind, teilte die Behörde nicht mit.

Die Institute sollen nach Ansicht der FCA ihren Kunden unnötigerweise Extra-Versicherungen für Kreditkarten angedreht haben. Diese sollten Schäden bei einem Diebstahl der Karte oder beim Missbrauch der Kreditkarteninformationen abdecken. Dabei informierten die Banken die Kunden aber offensichtlich nicht darüber, dass Verluste von bis zu 100.000 Pfund beim Missbrauch von Kreditkarten schon generell abgesichert sind.

Britische Banken mussten sich in den vergangenen Jahren schon wegen Fehlberatungen beim Verkauf von überteuerten Kreditausfallversicherungen verantworten und dafür 15,5 Milliarden Pfund Schadensersatz zahlen. Die Zusatz-Versicherungen für die Kreditkarten stammten vom britischen Spezialversicherer CPP Group. Dieser soll nun eine Strafe in Höhe von 10,5 Millionen Pfund sowie seinerseits eine Entschädigung von 14,5 Millionen Pfund zahlen.

krk/dpa

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