Montag, 18. Februar 2019

Soziales Netzwerk überholt größten Einzelhändler der Welt Facebook ist mehr wert als Wal-Mart

Facebook-Chef Mark Zuckerberg: Immer mehr, immer mehr

Das soziale Netzwerk Facebook lässt den weltweit größten Einzelhändler Wal-Mart hinter sich - zumindest was die Bewertung an der Börse betrifft. Mit einer Marktbewertung von 238 Milliarden US-Dollar zog Facebook per Handelsschluss am Dienstag an Wal-Mart (234 Milliarden Dollar) vorbei - und warf den Handelsriesen außerdem aus der Liste der zehn teuersten Unternehmen der Welt. Spitzenreiter Apple ist mit einem Börsenwert von rund 730 Milliarden Dollar jedoch noch mehr als dreimal soviel wert wie Facebook.

Die Aktie von Facebook Börsen-Chart zeigen legte am Dienstag knapp 4 Prozent zu - Anlass waren Berichte über mögliche neue Formate bei der mobilen Werbung, der wichtigsten Einnahmequelle von Facebook. In den vergangenen 12 Monaten hat die Aktie mehr als 30 Prozent zugelegt und die Vergleichs-Indizes deutlich hinter sich gelassen.

In den Netzwerken wurde das Überholmanöver von Facebook gefeiert: Facebook habe Wal-Mart Börsen-Chart zeigen überholt, dabei habe Facebook "weniger Mitarbeiter als Wal-Mart Filialen", hieß es in einem Eintrag. Der Handelsriese leidet unter anderem unter dem starken Dollar: Während der Gewinn von Wal-Mart im abgelaufenen Quartal 2015 bei 3,3 Milliarden Dollar nahezu stagnierte, konnte Facebook beim Umsatz sein starkes Wachstum fortschreiben. Facebooks Umsatz kletterte im abgelaufenen Quartal um 42 Prozent auf 3,5 Milliarden Dollar.

Angriff auf Twitter: FB-Tochter Instagram bietet Suchfunktion für Nachrichten

Facebooks Fotoplattform Instagram will sich unteredessen als Medium zum Beobachten des Nachrichtengeschehens etablieren. Zunächst nur in den USA bekommen die Nutzer eine erweiterte Suchfunktion, mit der sie auch nach Bildern von einzelnen Orten oder mit bestimmten Hashtag-Schlagworten suchen können.

Es könnten so unterschiedliche Ereignisse wie eine Überschwemmung in Houston oder ein Konzert von Taylor Swift sein, sagte Instagram-Gründer Kevin Systrom dem "Wall Street Journal" am Dienstag.

Die Menschen seien hungrig danach, zu wissen, was gerade in der Welt passiere, betonte er. "Wir alle in sozialen Medien und klassischen Medien stehen im Wettbewerb, Lücke zu schließen zwischen dem, was in der Welt geschieht und was man darüber weiß." Bei Instagram würden rund 70 Millionen Bilder pro Tag hochgeladen. Instagram und Facebook Börsen-Chart zeigen greifen damit den Kurznachrichtendienst Twitter an, der sich bisher als Medium für Breaking News etabliert hatte.

Twitter hat allerdings Probleme, diese bei Journalisten beliebte Rolle in eine breitere Nutzerschaft und Gewinne umzumünzen, und plant ebenfalls eine News-Offensive. Im "Project Lightning" (Projekt Blitz) sollen Twitter-Nachrichten zu wichtigen aktuellen Ereignissen gebündelt und attraktiver präsentiert werden. Außerdem hatte der Kurznachrichtendienst die Live-Streaming-App Periscope gekauft, mit der Nutzer Videos von ihrem Smartphone übertragen können.

la/mmo

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