Samstag, 1. Oktober 2016

Rund 7 Milliarden Euro Nettoverlust Eon hält trotz Rekordverlusts an Dividende fest

Eon: Knapp 7 Milliarden Euro Nettoverlust für 2015 - und eine unveränderte Dividende von 0,50 Euro je Aktie

Vor seiner Aufspaltung haben milliardenschwere Abschreibungen den Energiekonzern Eon wie erwartet tief in die roten Zahlen gerissen. Die Dividende bleibt dennoch unverändert. Für die Zukunft stimmt der Konzern Anleger jedoch auf sinkende Ausschüttungen ein.

Im vergangenen Jahr verbuchte Eon einen Nettoverlust von knapp sieben Milliarden Euro, wie es am Mittwoch in Essen mitteilte. Hauptgrund waren Wertberichtigungen von insgesamt 8,8 Milliarden Euro auf seine konventionellen Kraftwerke, deren Gewinnaussichten sich wegen der Preisverfalls im Großhandel dramatisch eingetrübt haben. Einen Großteil der Abschreibungen hatte Eon bereits im dritten Quartal verbucht.

Schon 2014 hatte der Konzern ein Minus von 3,2 Milliarden Euro angehäuft. Bereinigt um Sondereffekte wie die Abschreibungen wäre der Überschuss im vergangenen Jahr stabil bei 1,6 Milliarden Euro geblieben.

An seinem Dividendenversprechen will jedoch Eon festhalten. Demnach sollen die Aktionäre erneut 50 Cent je Anteilsschein bekommen. Konkurrent RWE Börsen-Chart zeigen , der ebenfalls vor der eigenen Aufspaltung steht , hatte seinen Anteilseignern wegen der Krise im konventionellen Kraftwerksgeschäft die Dividende weitgehend gestrichen.

Auch bei Eon hinterließ die Krise Spuren. So sackte der Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Ebitda) vor allem wegen des Strompreisverfalls um 10 Prozent auf 7,6 Milliarden Euro ab, blieb damit aber über den Erwartungen von Analysten. Der Umsatz stieg sogar um knapp drei Prozent auf 116,2 Milliarden Euro.

Der Vorstand prüfe die Annahmen über die Entwicklung von Eon und seiner neuen Tochter Uniper kritisch, teilte der Konzern außerdem mit. Vor allem der Mittelzufluss (Cashflow) werde wegen der angespannten Marktsituation geringer ausfallen. Das müssten künftige Investitionen und Dividenden widerspiegeln. Die Überlegungen zu den Unternehmenszielen will das Management Ende April vorlegen.

la/dpa/reuters

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