Donnerstag, 16. August 2018

Einbußen für A380-Fondsinvestoren Fondshaus will A380 zerlegen und die Teile verkaufen

War mal eine gute Idee: A380 von Singapore Airlines.
Singapore Airlines
War mal eine gute Idee: A380 von Singapore Airlines.

Über die Problem, die das Dortmunder Fondshaus Dr. Peters mit seinen A380-Fonds hat, hat manager magazin online schon mehrfach berichtet. Das Unternehmen hatte vor Jahren viele Millionen an Anlegergeldern eingesammelt, die in die Riesenflieger investiert wurden - doch nun werden einige davon plötzlich von den in Frage kommenden Airlines nicht mehr benötigt. Das heißt: Einnahmeausfälle und Einbußen bei den betroffenen Fondsinvestoren.

Auch über die mögliche Notlösung, die fraglichen Flugzeuge zu zerlegen und in Einzelteilen zu verkaufen, berichtete manager magazin online bereits im Herbst vergangenen Jahres ausführlich.

Nun wird es ernst: Zwei Airbus-Riesenfliegern vom Typ A380 aus Dr. Peters-Fonds droht nach nur zehn Jahren in der Luft ein Schicksal als Ersatzteillager. Die Dr. Peters Group, die die beiden Maschinen bisher für ihre Fonds an die Fluggesellschaft Singapore Airlines verleast hatte, betrachtet den Verkauf in Einzelteilen als rentabelste Lösung für ihre Anleger, wie das Unternehmen mitteilte. Singapore Airlines wollte die Leasingverträge für die Flugzeuge nicht verlängern. Andere Airlines waren offenbar nicht bereit, genug Geld für die Flieger zu bezahlen.

"Nach umfangreichen und intensiven Verhandlungen mit verschiedenen Airlines wie British Airways, Hi Fly und Iran Air hat sich die Dr. Peters Group für einen Komponentenverkauf entschieden", so der Fondsanbieter am Dienstag in Dortmund. Den Verkauf der Teile soll das Unternehmen VAS Aero Services übernehmen. Die Anleger von Dr. Peters' DS-Fonds 129 und 130 hatten die Maschinen mit ihren Geldern finanziert. Sie sollen dem neuen Konzept am 28. Juni zustimmen.

Dr. Peters stellte den Anlegern für die kommenden zwei Jahre weitere Auszahlungen in Aussicht. Wenn alles verkauft ist, sollen sie rund 150 Prozent ihrer Einzahlungen zurückerhalten.

Den Optimismus begründet Dr. Peters damit, dass Airlines, die die A380 in der Flotte haben, in den kommenden Jahren viele Ersatzteile bräuchten. Allein mit dem Verkauf von Komponenten soll jeder der Fonds rund 45 Millionen US-Dollar einnehmen. Zudem will Dr. Peters die Rolls-Royce-Triebwerke vorerst weiter verleasen und Ende 2020 verkaufen - an Fluglinien, die sie als Ersatz gebrauchen können.

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