Samstag, 24. Juni 2017

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Die digitale Revolution frisst ihre Berater Fünf Trends, die Beratern zu denken geben sollten

Die digitale Revolution könnte sich irgendwann auch Berater überflüssig machen, die an dem Trend bislang sehr gut verdienen

Berater jedweder Art dürften bisher gut am digitalen Wandel verdienen. Er könnte sich aber zusehends auch gegen ihr eigenes Geschäftsmodell wenden. Fünf Gründe, warum die Consultants insgesamt sich warm anziehen müssen.

Der digitale Wandel ist ein Geschenk für die Beraterzunft - eigentlich. Selten zuvor haben technologische Errungenschaften Consultants und Ratgebern aller Art so nachhaltig in die Karten und Auftragsbücher gespielt wie heute. Die Digitalisierung ist allgegenwertig, sie wirkt und ist scheinbar alternativlos.

Matthias Meifert
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    Matthias Meifert ist Unternehmensberater, Publizist und geschäftsführender Gesellschafter der HRpepper Management Consultants, ein auf Fragen des Peoplemanagements spezialisiertes Beratungsunternehmen. Er lehrt an diversen Universitäten und wird seit 2013 vom Personalmagazin als einer der "40 führenden Köpfe im Personalwesen" geführt. Von 2010 bis 2014 beriet er als Mitglied des Beirats für Fragen der Inneren Führung den Bundesminister der Verteidigung.

Und das Beste daran ist: Keiner weiß so richtig, wie er seine Organisationen auf diese vierte industrielle Revolution vorbereiten soll. Der Beratungsbedarf ist immens. Doch der digitale Tsunami könnte auch all den Business Coaches, Change Managern und Strategieberatern gefährlich werden, die bisher an ihm verdienen: Er droht sich gegen das eigene Geschäftsmodell zu richten. Muss auch der Unternehmensberater auf die Liste der aussterbenden Berufe gesetzt werden, die zurzeit durch die (sozialen) Medien geistern? Die Gefahr besteht.

Sollte das viel verwendete Zitat zutreffen, dass alles, was digitalisiert werden kann, auch digitalisiert werden wird, trifft dies auch die Berater im Kern ihres Geschäftsmodells. Einige Spezialisten unter ihnen erfahren das bereits heute intensiv. Personalberater verzeichnen bereits Umsatzrückgänge, seit LinkedIn, Xing, Facebook & Co. suchenden Firmen die Möglichkeit geben, Active Sourcing zu betreiben, also direkt in den Kontakt mit potentiellen Mitarbeitern treten und diesen zu pflegen, bis sie erfolgreich rekrutiert haben. Wer selbst Zugang zu seinen zukünftigen Mitarbeitern hat, braucht keine Berater mehr als Mittler. Doch ist dieses Beispiel eher eine Ausnahme oder ein Prototyp? Fünf Gründe, warum die Consultants insgesamt sich warm anziehen müssen:

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