Mittwoch, 27. Juli 2016

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Anlage Die Lieblingsfonds der Vermögensverwalter

Anlage: Fünf Kriterien für den Fondskauf
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Corbis

Was kaufen Finanzexperten? In welche Fonds stecken sie das Geld ihrer Kunden? Und nach welchen Kriterien legen sie es an? Ein Blick auf die Lieblingsfonds der Geldprofis.

Hamburg - Den Fonds, der in allen Marktphasen gut läuft, gibt es nicht. Bei dem einen läuft es in Seitwärtsbewegungen nicht, der andere ist zu klein oder groß, dann wieder wirft der Fondsmanager den Bettel hin. Entsprechend lange dauert es, das zehntausendfache Angebot der Fonds zu durchforsten. Umso praktischer ist es, einen Einblick in die Lieblingsfonds der Vermögensverwalter zu erhaschen. Eine exklusive Umfrage der V-Bank zeigt ein überraschendes Ergebnis.

Exchange Traded Funds (ETF) werden zum Beispiel gern gekauft. Die Gründe dafür nennt Michael Anton von Index Portfolio Concept: "Aktives Vermögensmanagement schlägt den Markt nicht dauerhaft. ETFs bieten eine Lösung, weil sie einfach, transparent und flexibel sind.

An aktiven Fonds gehen die meisten Vermögensverwalter dennoch nicht vorbei. Nach ihren Lieblingsfonds befragt, werden einige Fonds sogar mehrfach genannt. Der StarCap Argos Börsen-Chart zeigen zum Beispiel. Thomas Wüst, Geschäftsführer der Valorvest Vermögensverwaltung, erklärt warum: "Die Zinsstrategie des aktiven Rentenfonds führt derzeit zu einer relativ geringen Duration in dem Fondsportfolio. Das Fondsmanagement hat so ein Portfolio konstruiert, das trotz der relativ kurzfristigen Ausrichtung eine durchschnittliche Rendite von 3 bis 4 Prozent auf Endfälligkeit bringt."

Klingt kompliziert und bedeutet nichts anderes, als dass das Management noch immer mehr Geld mit Anleihen für seine Anleger verdient, als es das Niedrigzinsumfeld vermuten lassen würde.

Vom Fondsmanager hängt viel ab. Im Idealfall muss ein Fonds nämlich auch gegen die Interessen der Fondsgesellschaft handeln und neues Geld ablehnen. Zwar würde dieses Geld das Gebührenaufkommen der Gesellschaft steigern und damit deren Jahresergebnis. Doch es könnte auch auf der Performance des Fonds lasten. Entsprechend haben auch die Vermögensverwalter die Geldströme im Blick.

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