Dienstag, 24. April 2018

Finanzaufsicht Die gefährlichsten Versicherer

2. Teil: Allianz sieht sich nicht als Risiko und bleibt gelassen

Allianz: Die Allianz selbst gab sich gelassen: Finanzvorstand Dieter Wemmer bekräftigte zwar seine Auffassung, dass der Konzern kein Risiko für das Finanzsystem darstelle. Doch sei er für die neuen Anforderungen der Aufseher gut gewappnet, wie auch immer sie im Detail aussähen. Zur Allianz gehört mit Pimco einer der größten Vermögensverwalter weltweit. "Die Allianz verfügt über ein breit aufgestelltes, widerstandsfähiges Geschäftsmodell, eine sehr solide Kapitalausstattung und eine nachhaltige Ertragskraft", sagte Wemmer.

Angesichts der mageren Renditen im Anleihegeschäft will die Allianz ähnlich wie die Axa verstärkt in die Bankendomäne eindringen und mehr Kredite vergeben - also genau das tun, wo die Finanzaufseher Risiken wähnen und die Unternehmen mit schärferen Regeln einfangen wollen. Mittelfristig will die Allianz das Volumen mit der Finanzierung von Immobilien, Unternehmen und Infrastrukturprojekten auf 25 Milliarden Euro erhöhen, hieß es zuletzt.

Der Konzern mit Hauptsitz in München hat im vergangenen Jahr einen Nettogewinn von 5,2 Milliarden Euro erwirtschaftet. Der Umsatz belief sich auf 106,4 Milliarden Euro, das verwaltete Vermögen auf 1850 Milliarden Euro. Der Konzern beschäftigt weltweit 144.000 Mitarbeiter und hat einen Börsenwert von derzeit rund 54 Milliarden Euro.

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