Dienstag, 20. November 2018

Von Berenberg bis Citigroup Diese Banken rechnen mit neuem Kursrutsch der Deutschen Bank

Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing: Gegenwind aus der eigenen Branche

Nach einer pessimistischen Einschätzung der Berenberg Bank haben die Aktien der Deutschen Bank Börsen-Chart zeigen Bank im frühen Donnerstagshandel nachgegeben. Auf Tradegate standen sie zuletzt 1,5 Prozent tiefer auf 9,85 Euro verglichen mit dem Xetra-Schlusskurs.

Berenberg-Analyst Eoin Mullany senkte in einer aktuellen Studie sein Kursziel um ein Drittel von 12 auf 8 Euro und ist damit nun auf gleicher Höhe wie seine Kollegen von Barclays, RBC Capital und Societe Generale. Nur die Aktien-Experten der US-Großbank Citigroup sind mit einem Kursziel von 7,50 Euro derzeit noch skeptischer.

Fünf Banken setzen Kursziel zwischen 7,50 und 8 Euro

Die Deutsche Bank dürfte im Jahr 2020 eine Kapitalrendite (ROTE) von lediglich 3 Prozent erwirtschaften und verliere in einer von strukturellem Niedergang geprägten Branche Marktanteile, schrieb Mullany. Er kappte seine Prognosen für das Ergebnis je Aktie in diesem und im kommenden Jahr um 81 beziehungsweise 54 Prozent.

Knapp 40 Prozent Wertverlust seit Januar

Es ist üblich, dass Analysten ihre Kursziele kappen und der Realität anpassen, sobald sich der Kursrutsch einer Aktie beschleunigt. Häufig wird eine bestehende Kursschwäche dadurch noch verstärkt. Ein Kursziel um satte 50 Prozent zu senken, wie es jetzt Berenberg getan hat, ist dabei keine Seltenheit.

Der Aktienkurs der Deutschen Bank befindet sich seit Jahren im Niedergang. Zwar stehen die Papiere derzeit über ihrem Ende Juni markierten Rekordtief bei 8,75 Euro, aber auf Jahressicht sind sie mit einem Minus von gut 37 Prozent der im Dax bislang schlechteste Wert.

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