Freitag, 21. September 2018

Dax 10.000 Zehn Irrtümer über Aktien

Wohin mit dem Geld? Aktien sind wieder gefragt - für viele aus Mangel an Alternativen

8. Teil: Irrtum 8: Es gibt keine Alternative zu Aktien

Anleihen und Zinskonten sind nach Abzug der Inflation ein Verlustgeschäft, Immobilien können sich nur wenige leisten - also bleibt Sparern nichts anderes übrig, als ihr Geld in Aktien anzulegen. Dieses Argument zählt zu den Lieblingsargumenten der Vermögensverwalter, doch es gilt nur bedingt.

Entscheidend für eine Geldanlage ist nicht die absolute Rendite, sondern das Verhältnis von Ertragschance und Risiko. Natürlich kann man mit Aktien immer noch gute Renditen erzielen - doch das Risiko, durch einen Kursrutsch deutliche Verluste zu erleiden, ist stark gestiegen.

Anders sieht es bei Anleihen aus. Bei spanischen, italienischen oder griechischen Staatsanleihen sind zwar seit Mitte 2013 die Renditen gesunken - das bedeutet, die Staaten müssen Investoren weniger Zins bieten. Gleichzeitig ist aber auch das Ausfallrisiko gefallen. Warum also nicht in eine 10-jährige spanische oder italienische Staatsanleihe investieren? Die Renditechancen sind zwar bescheiden, doch für vorsichtige Investoren durchaus eine Alternative zur hochgelobten (und hochgelaufenen) Aktie.

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