Dienstag, 12. Dezember 2017

Alle Artikel und Hintergründe

Dax 10.000 Zehn Irrtümer über Aktien

Wohin mit dem Geld? Aktien sind wieder gefragt - für viele aus Mangel an Alternativen

7. Teil: Irrtum 7: Diesmal ist alles anders

Sie erinnern sich noch an die Dot-Com-Hysterie 2000? Geldverbrenner wie EM.TV oder Intershop kamen auf Bewertungen in Milliardenhöhe. Der Einwand, dass Unternehmen irgendwann auch einmal Geld verdienen sollten, interessierte niemanden. Diesmal ist alles anders, hieß es: Nicht Gewinne zählen, sondern künftige Umsätze. Das Ende dieser Phase ist bekannt.

Auch heute heißt es oft, die Notenbanken hätten durch ihre Geldflut neue Spielregeln am Aktienmarkt geschaffen. Da sich Staaten durch billiges Geld und eine künftige Inflation bequem entschulden wollten, müssten Aktien komplett neu bewertet werden - es gebe für Investoren keine Alternative mehr zu Aktien.

Die Geldflut der Notenbanken ist unbestritten der wichtigste Treiber der Aktienhausse. Doch auch Ex-Fed-Chef Alan Greenspan hatte immer wieder die Märkte mit Geld geflutet - was Investoren nicht hinderte, im Herbst 2001 und im Herbst 2008 panikartig Aktien zu verkaufen. Ein Unternehmen, dessen Bewertung deutlich steigt, muss dies durch steigende Umsätze und Gewinne rechtfertigen - unabhängig davon, welchen Kurs die Notenbanken gerade fahren.

© manager magazin 2014
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der manager magazin Verlagsgesellschaft mbH