Donnerstag, 21. September 2017

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Börse Dax klettert - VW, BMW und Linde gefragt

Daimler: Investitionen für E-Mobilität werden verstärkt

Zum Start des Börsenmonats Juni wagt der Dax erneut einen Ausbruch über 12.600 Punkte. Aktien von Linde sind gefragt - der Aufsichtsrat entscheidet heute über die Fusion mit Praxair. Auch Autowerte legen wieder zu.

Neuer Anlauf: Der Dax Börsen-Chart zeigen ist mit Gewinnen in den Börsenmonat Juni gestartet. Zum Schluss des Xetra-Handels (17.30 Uhr) notierte der Dax mit 0,4 Prozent im Plus bei 12.664 Punkten. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 Börsen-Chart zeigen legte ebenfalls zu. Zu den größten Gewinnern im Dax zählten BMW Börsen-Chart zeigen, Volkswagen Vz. Börsen-Chart zeigen und Linde Börsen-Chart zeigen. Auch MDax Börsen-Chart zeigen und TecDax Börsen-Chart zeigen notierten am Donnerstag jeweils im Plus. Der MDax erreichte ein neues Rekordhoch.

Für Unterstützung sorgten im späten Handel die leichten Kursgewinne an der Wall Street. Dow Jones Börsen-Chart zeigen und Nasdaq Composite Börsen-Chart zeigen legten nach soliden Konjunkturdaten jeweils zu. Eine Zinserhöhung durch die Fed am 15. Juni gilt inzwischen als sehr wahrscheinlich.

Deutsche Autobauer mit Gewinnen - Vereinbarungen mit China

Die im Dax notierten Autobauer BMW Börsen-Chart zeigen , Daimler Börsen-Chart zeigen und Volkswagen bauten am Nachmittag ihre Gewinne aus. Grund ist nicht nur der wieder etwas schwächere Euro, sondern vor allem die jüngsten Übereinkommen mit China. Die deutsche Autobranche baut ihre Zusammenarbeit mit China bei neuen Technologien aus.

Anlässlich eines Treffens von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und Ministerpräsident Li Keqiang am Donnerstag in Berlin unterzeichnete Volkswagen Börsen-Chart zeigen eine Vereinbarung für ein Gemeinschaftsunternehmen für Elektrofahrzeuge. Daimler Börsen-Chart zeigen besiegelte eine Absichtserklärung für Investitionen in die E-Mobilität, Bosch für eine Zusammenarbeit bei automatisierten Fahrsystemen. Hintergrund sind Bemühungen um eine Lockerung von Produktionsquoten für Elektroautos. Ursprünglich hatte Chinas Regierung geplant, bereits von 2018 an eine strenge Produktionsquote für Autos mit alternativen Antrieben einzuführen.

Starker Jobzuwachs in USA, John Deere schluckt deutsche Firma

Der privaten Arbeitsagentur ADP zufolge schufen US-Firmen im Mai 253.000 neue Jobs. Analysten hatten dagegen lediglich mit einem Plus von 185.000 gerechnet. Dies sei ein gutes Omen für die offiziellen Zahlen am Freitag, sagte Helaba-Analyst Ulrich Wortberg. "Zinsfantasien werden tendenziell gestärkt."

Unter den Einzelwerten zog John Deere die Aufmerksamkeit auf sich. Die Aktien schnellten zwei Prozent nach oben. Der Traktor- und Baumaschinenhersteller kauft für rund 4,6 Milliarden Euro den deutschen Straßenbaumaschinen-Spezialisten Wirtgen Group.

Zinserhöhung durch die Fed im Juni ist wahrscheinlich

Eine Anhebung des Schlüsselsatzes durch die Notenbank Fed am 15. Juni um 25 Basispunkte auf eins bis 1,25 Prozent gilt als sicher. Für Börsianer dreht sich alles um die Frage, wie schnell weitere Schritte kommen. Der Dollar legte in Reaktion auf die ADP-Jobdaten gegenüber dem Euro leicht zu - ein Zeichen dafür, dass Anleger mit einer Zinserhöhung in den USA rechnen.

Zur positiven Stimmung trug auch das überraschend starke italienische Wirtschaftswachstum bei. Es fiel zum Jahresauftakt mit 0,4 Prozent doppelt so stark aus wie erwartet. Daraufhin stieg der Leitindex der Mailänder Börse um bis zu 1,3 Prozent.

Showdown bei Linde

Im Fokus steht bei den deutschen Einzelwerten die Aufsichtsratssitzung von Linde Börsen-Chart zeigen , wo es um die höchst umstrittene Fusion mit dem US-Rivalen Praxair zum weltgrößten Industriegasekonzern geht. Aktionäre befürworten den Plan, da sie sich Einsparungen erhoffen. Die Beschäftigten von Linde sehen in der Fusion einen Ausverkauf von Linde in die USA, da der fusionierte Konzern von den USA aus geführt werden soll.

Aufsichtsratschef Wolfgang Reitzle will die Fusion notfalls mit seinem doppelten Stimmrecht durchdrücken - ihm winkt das Aufsichtsmandat über den dann weltgrößten Gasehersteller. Linde-Aktien lagen zuletzt 1,5 Prozent im Plus.

Die Gewerkschaften haben noch einen letzten Versuch gestartet, das Ganze aufzuhalten: Mit Unterstützung von Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries (SPD) verlangen sie, die Abstimmung zu vertagen und einen neutralen Vermittler einzuschalten. Eine lange Debatte im Aufsichtsrat gilt daher als sicher.

Fusionsphantasie schiebt Eon-Tochter Uniper weiter an

Bei den deutschen Aktienwerten stand der im MDax Börsen-Chart zeigennotierte Versorger Uniper erneut im Rampenlicht. Dank anhaltender Spekulationen um eine nahende Übernahme durch den Konkurrenten Fortum stiegen die Titel des Versorgers um bis zu 4,9 Prozent. Der finnische Konzern könnte mit dem Kauf seine Position in Schweden und Russland ausbauen sowie mit Deutschland und Großbritannien neue Märkte erschließen, schrieb Analyst Sven Diermeier von Independent Research in einem Kommentar.

Banco Popular: Spanischer Bank droht die Abwicklung

An der Börse Madrid stürzten Banco Popular Espanol Börsen-Chart zeigen dagegen um knapp 20 Prozent ab und waren mit 0,49 Euro so billig wie noch nie. Insidern zufolge droht dem spanischen Krisen-Institut die Abwicklung. Die Bank denkt nach eigenen Angaben über eine Fusion, den Verkauf von Geschäftsteilen und eine Kapitalerhöhung nach. Diese könnte spanischen Medienberichten zufolge fünf Milliarden Euro schwer werden.

RWE und Uniper profitieren von Gerüchten über Innogy und Uniper

Die Aktien der deutschen Versorger haben am Donnerstag angesichts der anhaltender Fusions- und Übernahmefantasie weiter zugelegt. Die defensive Branche sei zudem angesichts der aktuellen Seitwärtsphase der Aktienmärkte stark gefragt, schrieb Experte Andreas Lipkow.

Im Dax gehörten RWE Börsen-Chart zeigen und Eon Börsen-Chart zeigenam Vormittag zu den größten Gewinnern. Gleiches galt im MDax Börsen-Chart zeigenfür die Titel der Eon-Kraftwerksbeteiligung Uniper und die RWE Börsen-Chart zeigen -Ökostromtochter Innogy , die um 3,92 beziehungsweise 1,57 Prozent vorrückten. Schon zur Wochenmitte hatten Eon und Uniper vom angeblichen Interesse des finnischen Konkurrenten Fortum an einer Komplettübernahme von Uniper profitiert. Bei Innogy hatten Analysten die jüngsten Spekulationen um einen Verkauf der RWE-Tochter wieder in den Fokus gerückt.

RWE Börsen-Chart zeigenund Uniper, Vertreter der "alten" Energien aus Kohle aus Kernkraft, zählen damit trotz Energiewende zu den Aktien aus Dax und MDax, die seit Jahresbeginn am deutlichsten zugelegt haben.

Schwacher Yen stützt Börse in Tokio

Am Donnerstagmorgen erhalten die Börsen hierzulande etwas Auftrieb vom Handel in Tokio. Dort ging es dank des schwachen Yen deutlicher aufwärts, der Nikkei Börsen-Chart zeigen legte zu. Für einen Dämpfer sorgte derweil der überraschend stark gesunkene 'Caixin'-Industrieindex, der die Stimmung in kleineren und mittleren chinesischen Industriebetrieben misst.

Deutsche Telekom ex Dividende

Zahlreiche Papiere werden an diesem Tag ex Dividende gehandelt, unter anderem die Aktien der Deutschen Telekom Börsen-Chart zeigen , der Aareal Bank , des Fotodienstleisters Cewe , des Roboterbauers Kuka und des IT-Dienstleisters GFT gehandelt.

Euro etwas schwächer

Der Kurs des Euro in Dollar Börsen-Chart zeigen hat sich am Donnerstag wenig bewegt . Am Morgen kostete die Gemeinschaftswährung 1,1236 US-Dollar und damit in etwa so viel wie am Vorabend. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuletzt am Mittwoch auf 1,1221 (Dienstag: 1,1173) Dollar festgesetzt. Nach den Jobdaten aus den USA gab der Euro leicht auf 1,1215 US-Dollar nach.

Chinesischer Yuan legt deutlich zu

Deutliche Bewegung am Devisenmarkt gab es weiterhin beim chinesischen Yuan. Obwohl der vom Wirtschaftsmagazin "Caixin" ermittelte Einkaufsmanagerindex erstmals seit fast einem Jahr unter die wichtige Schwelle von 50 Punkten sank, legte der Yuan wie schon an den vorangegangenen Handelstagen kräftig zu. Der Wertzuwachs in der Nacht lag bei fast einem halben Prozent.

Seit der ersten Bonitätsabstufung durch die Ratingagentur Moody's seit fast 30 Jahren vor gut einer Woche hat der Yuan rund 1,5 Prozent an Wert gewonnen. Nach der Abstufung wäre eigentlich eine Yuan-Schwäche zu erwarten gewesen. Chinas Führung hat sich aber bemüht, das Vertrauen in die Stabilität des Yuan zu stärken. Die Regierung kündigte an, die Regeln für die tägliche Festsetzung des Yuan-Kurses zu ändern. Händler sehen die aktuelle Yuan-Stärke auch darin begründet, dass Anleger, die zuvor auf einen Wertverfall gewettet hatten, jetzt ihre Positionen auflösen.

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