Dienstag, 22. August 2017

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Börse Buffett-Deal treibt MDax auf Rekordhoch

Bankenviertel in Frankfurt: Hoffen auf Auftrieb

Der Dax notiert am Montag kaum verändert. Finanztitel starten einen Erholungsversuch. Ein Buffett-Deal stützt Lanxess und treibt damit den MDax auf den höchsten Stand in seiner Geschichte.

Der MDax Börsen-Chart zeigen als Index für die mittelgroßen Werte am Aktienmarkt stiehlt dem deutschen Leitindex mal wieder die Show. Während der Dax Börsen-Chart zeigen am Montagnachmittag angesichts dünner Umsätze kaum verändert bei 12.601 Punkten präsentierte, sprang der MDax bei 25.279 Punkten auf den höchsten Stand seiner Geschichte.

Mit verantwortlich für die gute Stimmung bei den mittelgroßen Werten waren auch Kurszuwächse von zuletzt 5 Prozent beim Chemiekonzern Lanxess Börsen-Chart zeigen. Die Titel profitierten vom Einstieg des US-Starinvestors Warren Buffett und gewannen mehr als 5 Prozent.

Der Technologiewerte-Index TecDax Börsen-Chart zeigen wiederum sank um 0,22 Prozent auf 2270 Punkte. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 Börsen-Chart zeigen ging es um 0,16 Prozent auf 3573 Punkte bergab.

Am Nachmittag richteten sich die Blicke der Anleger auf die Europäische Zentralbank, (EZB), deren Chef Mario Draghi sich den Fragen der Abgeordneten des Europaparlaments stellt. "Die Spekulationen halten sich hartnäckig darüber, dass Draghi die Geldpolitik schneller normalisieren wird", kommentierte Jochen Stanzl von CMC Markets. "Sollten diese allerdings verfliegen, könnte der Euro schnell wieder den Rückzug antreten, was auch dem deutschen Aktienindex etwas Rückenwind verleihen würde."

Munich Re an der Dax-Spitze

Im Dax besetzte der Rückversicherer Munich Re Börsen-Chart zeigen mit einem Kursplus von 1,10 Prozent den ersten Platz. Die Aktien schienen sich nach einem schwierigen Lauf im Mai nun langsam zu stabilisieren, sagte ein Börsianer.

Im MDax legten hinter Lanxess die Aktien von Deutsche Pfandbriefbank Börsen-Chart zeigen (PBB) und Aareal Bank Börsen-Chart zeigen um 2,75 beziehungsweise 0,74 Prozent zu. Ein Händler sprach von einer positiven Stimmung für die Aktien der beiden Gewerbeimmobilien-Finanzierer.

MDax-Schlusslicht war Aurubis Börsen-Chart zeigen , dessen Aktien nach dem Rekordhoch am Freitag um 2,22 Prozent absackten. Die Titel der Kupferhütte litten darunter, dass die DZ Bank unter Verweis auf die jüngst gute Kursentwicklung ihre Kaufempfehlung strich.

Papiere von Jenoptik verlieren nach Abstufung

Ähnlich erging es den im TecDax Börsen-Chart zeigen gelisteten Papieren des Technologie- und Rüstungskonzerns Jenoptik Börsen-Chart zeigen , die 1,26 Prozent einbüßten. Auch hier hielt die DZ Bank wegen der zuletzt guten Entwicklung ihre bisherige Kaufempfehlung nicht länger aufrecht.

Am Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite von 0,15 Prozent am Freitag auf 0,14 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,07 Prozent auf 141,81 Punkte. Der Bund-Future gewann 0,07 Prozent auf 161,91 Punkte. Der Euro notierte wenig verändert bei 1,1185 US-Dollar. Die EZB hatte den Referenzkurs am Freitag auf 1,1196 Dollar festgesetzt und der Dollar damit 0,8932 Euro gekostet.

Unsicherheit über die Zukunft wirbelt BVB-Aktie umher

Die Aktien von Borussia Dortmund Börsen-Chart zeigen (BVB) haben am Montag nach dem Pokalsieg mit deutlichen Abgaben auf steigende Unsicherheiten reagiert. Am späten Nachmittag kamen sie mit einem Minus von 3,16 Prozent auf 6,062 Euro von ihrem höchsten Stand seit 2002 zurück, auf dem sie sich noch am Freitag bewegten. Nach moderat freundlichem Start waren sie dabei immer tiefer ins Minus abgerutscht, obwohl am Samstag mit dem Triumph im Berliner Endspiel doch noch ein Titel gefeiert werden konnte.

Börsianern zufolge stehen Anleger nun vor zahlreichen Unsicherheiten, was den Kader und den Trainerstamm betrifft. So steht Trainer Tuchel vor dem endgültigen Aus. In den anberaumten Gesprächen soll es offenbar nicht um die Frage der Weiterbeschäftigung, sondern um die Trennungsmodalitäten gehen. Außerdem halten sich bei Star-Angreifer Pierre-Emerick Aubameyang weiterhin die Wechselgerüchte, und mit Marco Reus droht ein wichtiger Spieler einmal mehr monatelang auszufallen. Er hatte am Samstag im Pokalfinale einen Teilriss des hinteren Kreuzbandes im rechten Knie erlitten.

Neue Jobdaten aus den USA am Freitag - wann erhöht die Fed die Zinsen?

Sehr kritisch dürften Anleger auch auf den kommenden Freitag blicken, wenn die aktuellen Arbeitsmarktdaten aus den USA veröffentlicht werden - nicht nur wegen Trump, sondern auch wegen der Geldpolitik. Nach Einschätzung der Postbank sollten dann die letzten Zweifel an einer Leitzinserhöhung im Juni beseitigt werden, denn die Experten rechnen mit einem Stellenplus von 170 000 und einer Arbeitslosenquote von "sehr niedrigen" 4,4 Prozent. Die Währungshüter der amerikanischen Notenbank Fed hatten sich zuletzt schon für eine "baldige" Straffung ausgesprochen. Vor der letzten Zinserhöhung im März hatten sie die Märkte ähnlich vorbereitet.

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