Montag, 26. Juni 2017

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Börse Kraft-Heinz-Gebot für Unilever beflügelt Beiersdorf und Henkel

Börse 2017: Die besten Dividendenwerte im Dax
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Adidas

Der Dax notiert knapp im Minus. Anleger wappnen sich für eine mögliche Korrektur. Das Gebot des US-Lebensmittelriesen Kraft lässt auch die Aktien von Beiersdorf und Henkel steigen.

Die Nervosität steigt: Der Dax gab am Freitag zuletzt um 0,4 Prozent auf 11.715 Zähler nach. Der Eurozonen-Index EuroStoxx 50 Börsen-Chart zeigen tendierte ebenfalls etwas leichter. Der Dax Börsen-Chart zeigen hinkt der Rekordjagd am US-Aktienmarkt schon seit geraumer Zeit hinterher. Doch auch den US-Börsen ging am Donnerstag die Luft aus, und die asiatischen Börsen gaben am Freitag überwiegend nach. Nach der denkwürdigen Pressekonferenz von Donald Trump am Donnerstag stellen sich immer mehr Anleger die Frage, ob Trump die Situation wirklich noch unter Kontrolle hat.

An der Wall Street starteten Dow Jones Börsen-Chart zeigenund Nasdaq Composite Börsen-Chart zeigen am Freitag jeweils 0,2 Prozent schwächer. Wichtigstes Thema an der US-Börse war die 140 Milliarden Dollar schwere Offerte des US-Lebensmittelkonzerns Kraft Heinz Börsen-Chart zeigen für den europäischen Konkurrenten Unilever Börsen-Chart zeigen. Beide Aktien legten deutlich zu, da Anleger mit einer weiteren Konsolidierung und Fusionsfieber in der Branche rechnen. Davon profitierten auch die im Dax notierten Konsumgüterhersteller Henkel Börsen-Chart zeigen und Beiersdorf Börsen-Chart zeigen, die jeweils rund 2 Prozent zulegten.

Rally verliert Schwung: Trump macht Anleger mürbe

"Nach der Rekordjagd stellen sich Ermüdungserscheinungen ein", fasste ein Händler zusammen. Zudem verunsicherte der Auftritt von Trump auf einer Pressekonferenz am Donnerstag. "Sein sprunghaftes Auftreten untergräbt das Vertrauen der Investoren" betonte Vermögensverwalter Angus Gluskie von White Funds Management. "Es ist aber auch die Enttäuschung darüber zu spüren, dass der US-Präsident bei seiner letzten Pressekonferenz nichts über seine angekündigten 'phänomenalen' Steuerpläne verlautbaren ließ." Zudem hat Trump nach der Absage eines Kandidaten für den Posten des Sicherheitsberaters vier Wochen nach seinem Amtsantritt seine Regierung noch nicht zusammen.

Peugeot unter Druck - Opel soll als eigenes Unternehmen erhalten bleiben

Peugeot-Aktien gaben 2,6 Prozent ab, nachdem sie in den vergangenen fünf Handelstagen rund sieben Prozent zugelegt hatten. Opel soll auch nach einem möglichen Verkauf an die Franzosen einem Bericht von manager magazin zufolge als eigenes Unternehmen erhalten bleiben. Dies habe die Chefin des amerikanischen Mutterkonzerns General Motors, Mary Barra, bei ihrem Besuch in Rüsselsheim am Mittwoch zugesagt, berichtete das "Manager-Magazin" am Freitag unter Berufung auf nicht näher bezeichnete Verhandlungskreise.

Stada steigt wegen Bieterkampf auf Rekordhoch - dritter Bieter steigt ein

Für Fantasie sorgte der Bieterkampf um die Pharmafirma Stada. Nach Firmenangaben offeriert nunmehr ein dritter Bieter - bislang unverbindlich - einen Übernahmepreis von 58 Euro je Aktie und würde damit Finanzinvestor Cinven ausstechen. Stada-Aktien legten um 2,6 Prozent auf ein Rekordhoch von 57,70 Euro zu. "Ich kann mir vorstellen, dass demnächst die 60 Euro überwunden werden", sagte ein Händler.

Hugo Boss klettert auf 12-Monats-Hoch

Auch bei Hugo Boss Börsen-Chart zeigen setzten Anleger weiter auf den Einstieg eines neuen Großaktionärs. Die Titel kletterten um weitere 2,8 Prozent auf ein Zwölf-Monatshoch von 65,96 Euro, nachdem sie am Vortag 6,6 Prozent gewonnen hatten. Einem Bericht von manager magazin zufolge ist Investor Albert Frere über seine Holding Groupe Bruxelles Lambert (GBL) mit knapp drei Prozent bei Boss eingestiegen.

Volkswagen mit Problemen in China

Kursverluste gab es vor allem bei Bankenwerten und im Autosektor. Ein Absatzrückgang auf dem weltgrößten Pkw-Markt in China bremste Volkswagen Börsen-Chart zeigen zu Jahresanfang aus. Im Januar seien weltweit rund fünf Prozent weniger Autos der Hauptmarke VW zu den Kunden gerollt.

Allianz überzeugt mit Zahlen - Dividende soll auf 7,60 Euro steigen

Europas größter Versicherer Allianz Börsen-Chart zeigen habe durch die Bank gute Jahreszahlen vorgelegt, lobten Börsianer. Zudem falle das Aktienrückkaufprogramm nach dem gescheiterten Kauf des australischen Wettbewerbers QBE erfreulich umfangreich aus. Die Allianz erzielte einen überraschend hohen Jahresgewinn. Wegen geplatzter Übernahmehoffnungen will sie nun für bis zu drei Milliarden Euro eigene Aktien zurückkaufen und die Dividende stärker anheben als erwartet. Lediglich der Ausblick liege unter den Markterwartungen, sagte Frederik Altmann von Alpha Wertpapierhandel. Im frühen Handel gewannen die Aktien mehr als 3 Prozent.

Gewinnmitnahmen in Asien

Nach der jüngsten Rally an den asiatischen Aktienmärkten haben Anleger zum Wochenausklang Gewinne mitgenommen. Der MSCI-Index für die Region Asien-Pazifik unter Ausschluss Japans gab am Freitag um 0,2 Prozent nach. Dennoch bleibt ein Wochengewinn von mehr als einem Prozent. Anleger hatten Mut gefasst, weil viele asiatische Konjunkturdaten und steigende Rohstoffpreise auf eine Erholung hindeuten.

In Tokio ging der Nikkei Börsen-Chart zeigen am Freitag mit einem Minus von 0,6 Prozent aus dem Handel. Dort trug auch der stärkere Yen zu den Verlusten bei, der für die exportorientierte japanische Wirtschaft eher als belastend empfunden wird. Bei den Einzelwerten standen Papiere des strauchelnden Mischkonzerns Toshiba im Mittelpunkt. Sie gaben um mehr als neun Prozent nach, weil die Ratingagentur S&P vor einer weiteren Herabstufung der Bonitätsnote warnte. Schon jetzt werden die Anleihen des Unternehmens als Ramsch eingestuft.

An den Devisenmärkten zeigte sich der Euro mit 1,0672 Dollar unverändert. Rohöl der Sorte Brent legte um 0,3 Prozent zu und kostete 55,81 Dollar je Fass.

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