Mittwoch, 7. Dezember 2016

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Kursverluste an den Börsen Was ist dran an den China-Sorgen der Anleger?

Trotz ordentlicher Konjunkturdaten stehen die chinesischen Aktienmärkte unter Druck - Anleger sollten abwarten und die Ruhe bewahren
iStock / Oktay Ortakcioglu
Trotz ordentlicher Konjunkturdaten stehen die chinesischen Aktienmärkte unter Druck - Anleger sollten abwarten und die Ruhe bewahren

Dr. Ulrich Stephan
  • Copyright: Deutsche Bank
    Deutsche Bank
    Dr. Ulrich Stephan ist Chef-Anlagestratege Privat- und Firmenkunden der Deutschen Bank.
Nach einer Berg-und-Tal-Fahrt an den Kapitalmärkten in 2015 startete das Jahr 2016 nicht weniger nervenaufreibend. Der besonders zyklische Dax Börsen-Chart zeigen begann das Jahr mit einem satten Tagesverlust von 4,28 Prozent und legte damit den schlechtesten Jahresstart seit 28 Jahren hin. Doch auch an den Folgetagen setzten sich die Kursverluste fort.

So fiel das deutsche Börsenbarometer erstmals seit Oktober 2015 wieder deutlich unter die 10.000er-Marke. Damit zeigt sich erneut, dass der deutsche Aktienmarkt in Stressphasen besonders stark in Mitleidenschaft gezogen wird. Grund ist neben der zyklischen Ausrichtung des Index auch die im Vergleich zu anderen Märkten hohe Liquidität. Aber auch die anderen Aktienmärkte weltweit mussten deutliche Kursverluste hinnehmen. Profitieren konnten lediglich der US-Dollar Börsen-Chart zeigen, die Rentenmärkte sowie der Goldpreis Börsen-Chart zeigen, der zwischenzeitlich sogar wieder über 1.100 US-Dollar je Feinunze stieg.

Grund für die Aufregung ist mal wieder China

Ausblick auf das Anlagejahr 2016 – Dr. Ulrich Stephan
Schwächer als erwartet ausgefallene Einkaufsmanagerindizes haben erneut Wachstumssorgen um China aufkeimen lassen und eine Verkaufswelle ausgelöst. So ist der viel beachtete "Caixin" Einkaufsmanagerindex für das Verarbeitende Gewerbe in China im Dezember überraschend mit 48,2 Punkten auf den tiefsten Stand seit September gefallen. Zu der erneuten Abschwächung trugen neben der bereits schwachen Nachfrage im Inland diesmal besonders die ausbleibenden Orders aus dem Ausland bei. Mit 50,2 Punkten notierte der Einkaufsmanagerindex für den Dienstleistungssektor jedoch weiterhin im Wachstumsbereich. Damit ist die aktuelle Stimmung in Chinas Dienstleistungsgewerbe zwar etwas schlechter geworden, aber noch immer vergleichsweise gut. Auch die Detailergebnisse zur Geschäfts- und zur Beschäftigungsentwicklung signalisieren weiteres Wachstum im Sektor und eine landesweit robuste Nachfrage nach Dienstleistungen.

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