Dienstag, 30. August 2016

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Arbitrage-Geschäfte im Visier China verbietet Standard Chartered und Deutscher Bank Devisengeschäfte

Chinesische Währung Yuan: Der sogenannte Offshore-Yuan in Hongkong fiel am Mittwoch auf den tiefsten Stand seit mehr als 5 Jahren. Der in Shanghai gehandelte Onshore-Yuan stieg dagegen an - das gibt Raum für Arbitrage-Geschäfte. Die chinesische Zentralbank will diese Geschäfte unterbinden

China nimmt im Kampf gegen den Kapitalabfluss Finanzkreisen zufolge auch die britische Großbank Standard Chartered ins Visier. Die chinesische Zentralbank (PBOC) habe dem Institut - genauso wie der Deutschen Bank - bestimmte Devisengeschäfte untersagt, sagten zwei mit dem Vorgang vertraute Personen am Mittwoch der Nachrichtenagentur Reuters.

Standard Chartered habe die PBOC jedoch gebeten, die bis Ende März geltende Sperre zu verkürzen, sagte einer der Insider. Die Briten wollten sich dazu nicht äußern, von der PBOC war keine Stellungnahme zu erhalten.

Reuters hatte bereits vergangenen Woche berichtet, dass die PBOC der Deutschen Bank Börsen-Chart zeigen und mindestens zwei weiteren ausländischen Geldhäusern bestimmte Währungs-Geschäfte verboten hat. Dabei geht es einem Insider zufolge unter anderem um großvolumige Yuan-Handelsgeschäfte zwischen Shanghai und Hongkong.

Arbitrage-Geschäfte zwischen Shanghai und Hongkong im Visier

Der sogenannte Offshore-Yuan in Hongkong und anderen ausländischen Handelsplätzen fiel am Mittwoch auf 6,72 Yuan je Dollar - der niedrigste Stand seit Beginn des Handels 2010. Der in Shanghai gehandelte Onshore-Yuan war mit 6,55 Yuan je Dollar rund 2,5 Prozent mehr wert.

Banken könnten das ausnutzen, in dem sie Yuan in Shanghai verkaufen und in Hongkong kaufen. China will solche Arbitrage-Geschäfte und einen weiteren Kapitalabfluss aus der weltweit zweitgrößten Volkswirtschaft, die derzeit so langsam wächst wie seit einem Vierteljahrhundert nicht mehr, jedoch mit allen Mitteln verhindern.

la/reuters

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