Mittwoch, 17. Oktober 2018

Hedgefondsmanager meistert Krise Dieser Mann schaffte 37 Prozent Plus in einem Monat

Erfolgreicher Mai: Fondsmanager Alan Howard
imago/ZUMA Press
Erfolgreicher Mai: Fondsmanager Alan Howard

Ein Renditeplus von 37 Prozent in einem einzigen Monat - das kommt im Kapitalanlagegeschäft nicht allzu häufig vor. Umso bemerkenswerter, wenn es einem Unternehmen gelingt, das eigentlich seit Jahren schwächelt, und von dessen Chef Beobachter bereits erwartet hatten, er könnte womöglich das Handtuch werfen.

Die Rede ist vom Hedgefonds-Haus Brevan Howard mit Sitz auf Jersey, sowie von dessen Mitgründer Alan Howard. Der Nachrichtenplattform Bloomberg zufolge gelang dem AH Master Fund des Unternehmens, der von Alan Howard persönlich gelenkt wird, im Mai ein Plus von 37 Prozent. Auf das Jahr 2018 gerechnet liege der Fonds damit bereits mit 44 Prozent im grünen Bereich, so Bloomberg mit Verweis auf informierte Kreise.

"Ich bin glücklich, dass die Loyalität und das Vertrauen, das mir die Investoren entgegengebracht haben, mit einem sehr positiven Ergebnis belohnt wurden", schrieb Howard laut Bloomberg in einem Email-Statement - ohne allerdings die exakten Zahlen zu bestätigen.

Die Freude des britischen Investmentprofis, der Brevan Howard bereits vor rund 15 Jahren mit einigen Partnern gestartet hatte, erscheint umso verständlicher bei einem Blick auf die Historie des Unternehmens. Brevan Howard erzielte zunächst Erfolge und galt noch vor einigen Jahren als eines der größten Hedgefonds-Unternehmen im Bereich der Makro-Strategen. Dann geriet die gesamte Branche in eine Krise.

Hintergrund: Bei Makro-Hedgefonds handelt es sich um Investmenthäuser, die ihre Anlageentscheidungen nach geopolitischen sowie geldpolitischen Entwicklungen ausrichten. Diese Fonds hatten in den vergangenen Jahren erhebliche Probleme, zufriedenstellende Ergebnisse abzuliefern, was Beobachter vor allem mit der extrem freigiebigen Geldpolitik vieler Notenbank begründeten.

Durch ihre Geldflut haben die amerikanische Fed, die Europäische Zentralbank (EZB) und andere jahrelang die Bewertungen an den Finanzmärkten verzerrt und einen Großteil der Volatilität unterdrückt, heißt es. Damit entzogen die Notenbanken den Makro-Fonds zum großen Teil die Basis für ihre Geschäfte.

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