Freitag, 20. Oktober 2017

Alle Artikel und Hintergründe

Kryptowährung Russland geht gegen Bitcoin-Währung vor

Bitcoin: Russland beschränkt den Zugang zur Digitalwährung

Russland will den Zugang zur Digitalwährung Bitcoin beschränken. Internetseiten, die Kryptowährungen wie Bitcoin anbieten, würden künftig blockiert, sagte der stellvertretende Zentralbankchef Sergej Schwezow am Dienstag. "Wir können Kleinanlegern nicht einen direkten und einfachen Zugang zu solchen dubiosen Instrumenten bieten."

Die russischen Behörden hatten bereits vergangenen Monat mitgeteilt, den Einsatz von Kryptowährungen durch russische Bürger und Unternehmen regulieren zu wollen.

Für Krypto-Währungen steht keine Regierung oder Zentralbank ein, daher wird ihr Kurs allein durch Angebot und Nachfrage bestimmt. Geschaffen wird das Geld von Nutzern, deren Computer die dafür extrem komplexen Algorithmen berechnen. Die Digitalwährung Bitcoin steht auch wegen Betrugsvorwürfen, Börsenpleiten und des Verdachts auf Geldwäsche und Terrorfinanzierung im Rampenlicht.

Kaum ein Wert an den Finanzmärkten hat in diesem Jahr so stark performt wie der Bitcoin. Die Zahl der Handelsplätze und Finanzprodukte, die eine Spekulation mit Bitcoin ermöglichen nimmt zu (siehe Übersicht). Kostete eine Einheit der Digitalwährung Anfang Januar noch rund 1000 Dollar, so sind es gegenwärtig etwa 4600 Dollar.

Lesen Sie auch: Was Bitcoin-Investoren beachten müssen

Das entspricht einem Anstieg um 360 Prozent binnen neun Monaten. Auf Sicht von zwölf Monaten beträgt das Plus sogar etwa 600 Prozent. Der Preisanstieg geht allerdings mit erheblichen Schwankungen einher.

la/dpa

© manager magazin 2017
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der manager magazin Verlagsgesellschaft mbH