Freitag, 17. August 2018

Krypto-Währung verliert 13 Prozent Hackerangriff und Verdacht auf Betrug - Bitcoin bricht ein

Dunkler Hintergrund: Bei Bitcoin und Co kommt es immer wieder zu Hackerangriffen und anderen Skandalen.

Am Markt für Krypto-Währungen geht es weiter turbulent zu - und immer wieder sind es kriminelle Machenschaften sowie - im Gegenzug - Eingriffe der Aufsichtsbehörden, die für heftige Bewegung der Kurse sorgen. Allzu oft geht es dabei abwärts mit Bitcoin und Co.

So auch am vergangenen Wochenende. Durch die Bank gerieten die Preise wichtiger Krypto-Währungen erheblich unter Druck. Der Bitcoin etwa, das mit einer Marktkapitalisierung von gegenwärtig rund 116 Milliarden Dollar bedeutendste Digitalgeld, sackte um bis zu 13 Prozent ab. Ein Bitcoin kostet inzwischen wieder deutlich weniger als 7000 Dollar - so wenig wie seit zwei Monaten nicht.

Zum Vergleich: Ende 2017 hatte ein Bitcoin nach raketenhaftem Preisanstieg noch ein Allzeithoch bei mehr als 19.500 Dollar erreicht. Dann kam der Absturz, der bislang nicht beendet zu sein scheint.

Weiteren Krypto-Währungen wie Ethereum oder Ripple erging es am Wochenende kaum besser als dem Bitcoin. Als Grund für den neuerlichen Markteinbruch gelten zwei Ereignisse. Zum einen gab es erneut einen beachtlichen Hackerangriff auf eine der zahlreichen Krypto-Börsen in Asien. Zum anderen untersuchen US-Aufseher den Handel mit Bitcoin-Futures der Börse CME. Der Verdacht: Marktmanipulation.

Hackerangriff in Südkorea

Die Hackerattacke musste am Wochenende die südkoreanische Krypto-Börse Coinrail einräumen. Der Börse zufolge haben Kriminelle am Sonntag rund 30 Prozent der gehandelten digitalen Münzen gestohlen. Ein Volumen nannte der Plattformbetreiber zwar nicht, in Medienberichten wurde der Wert der verlorenen Coins jedoch auf 40 Milliarden Won beziffert. Das wären umgerechnet etwa 31 Millionen Euro.

Südkorea ist eine Hochburg im bislang weitgehend unregulierten Krypto-Währungshandel. Dort sitzt unter anderem Bithumb, eine der meist genutzten Plattformen für Cyberdevisen.


Das manager magazin und Mynd erklären: So funktionieren Krypto-Währungen

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Die nun gehackte Börse Coinrail ist ein kleiner Anbieter und ist nach Angaben aus Branchenkreisen kein Mitglied der Gruppe von 14 südkoreanischen Handelsplattformen, die sich der Selbstregulierung verpflichtet haben. Dadurch werde erneut deutlich, wie anfällig kleine Börsenbetreiber mit niedrigeren Sicherheitsstandards für Hackerangriffe sind, sagte Kim Jin-Hwa, ein Vertreter der Korea Blockchain Industry Association. Im Januar hatten Hacker bei einem Angriff auf die japanische Cyber-Börse Coincheck bereits Assets der Kryptowährung Nem im Volumen von 534 Millionen Dollar erbeutet.

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