Freitag, 27. Mai 2016

Neuer Ärger für Bill Gross Allianz-Tochter Pimco im Visier der SEC

Ärger mit der Börsenaufsicht: Pimco-Chef Bill Gross wurde persönlich befragt

Es ist offensichtlich ein schwarzes Jahr für Bill Gross und dessen Fondshaus Pimco: Nach dem Abgang des Chefstrategen El-Erian sowie schwacher Performance hat jetzt auch die US-Finanzaufsicht eine Untersuchung gestartet. Es geht um einen milliardenschweren ETF.

Hamburg - Das ist wohl das letzte, das die US-Allianz-Tochter Pimco jetzt noch braucht: Einem Bericht zufolge hat die US-Börsenaufsicht SEC die Fondsgesellschaft mit dem prominenten Investmentlenker Bill Gross an der Spitze ins Visier genommen.

Untersucht werde, ob Pimco (Pacific Investment Management Company) die Renditekalkulation des Pimco Total Return ETF künstlich aufgebauscht habe, berichtet das "Wall Street Journal" unter Berufung auf Insider. Unter anderem werde geprüft, ob der US-Vermögensverwalter Investoren falsche Informationen über die Entwicklung des 3,6 Milliarden Dollar schweren Fonds vorgelegt habe. Pimco-Chef Gross persönlich, der für den Fonds verantwortlich sei, sei bereits von der SEC befragt worden.

Gross wollte zu dem Bericht laut "Wall Street Journal" nicht Stellung nehmen. Ein Pimco-Sprecher sagte, das Unternehmen habe bei den Untersuchungen mit den Aufsehern zusammengearbeitet. Pimco gehe davon aus, dass die Verfahren zur Preisbildung sachgerecht waren. Eine Stellungnahme der SEC lag zunächst nicht vor.

Es ist nicht das erste Ungemach für Pimco in diesem Jahr. Im Frühjahr hatte Mohamed El-Erian, bis dahin Pimco-Vorstandschef, das Unternehmen verlassen, wobei über die Umstände von El-Erians Weggang in der Öffentlichkeit lebhaft spekuliert wurde. Gleichzeitig zogen Investoren Mittel ab, während die Performance des Pimco-Schlachtschiffs Total Return Fonds enttäuschte.

cr/rtr

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