Sonntag, 24. September 2017

Versicherer steigt ein Aegon verleiht 1,5 Milliarden über Onlineplattform Auxmoney

Online-Kreditplattformen wie Auxmoeny machen Banken das Geschäft der Kreditvergabe mittlerweile streitig. Größere Investoren entdecken die Plattformen mittlerweile auch als Anlageobjekt
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Online-Kreditplattformen wie Auxmoeny machen Banken das Geschäft der Kreditvergabe mittlerweile streitig. Größere Investoren entdecken die Plattformen mittlerweile auch als Anlageobjekt

Wie legt man als Versicherer in Zeiten niedrigster Zinsen noch Geld an? Man verleiht es. Gleich 1,5 Milliarden Euro gibt jedenfalls der Versicherer Aegon an die deutsche Online-Kreditplattform Auxmoney - und kauft sich bei der Firma gleich noch ein.

Der niederländische Versicherer und Vermögensverwalter Aegon will 1,5 Milliarden Euro über die deutsche Online-Vermittlungsplattform Auxmoney verleihen. Das Geld solle in den kommenden drei Jahren fließen, wie die Unternehmen am Donnerstag mitteilten. Aegon beteiligte sich zudem an einer Finanzierungsrunde von Auxmoney mit einem Betrag von 15 Millionen Euro. Um welchen Anteil es dabei geht, wurde nicht bekannt.

Plattformen wie Auxmoney vermitteln Kredite online, das Geld kommt dabei von Privatleuten oder Institutionen, die es anlegen wollen. Aegon hatte in einem ersten Schritt bereits im Herbst 2015 angekündigt, 150 Millionen Euro über Auxmoney anzulegen und den Schritt mit den dauerhaft niedrigen Zinsen erklärt. Damals hatte auch der US-Vermögensverwalter Victory Park Capital angekündigt, über den Auxmoney-Konkurrenten Zencap bis zu 230 Millionen Dollar zu verleihen.

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Die Online-Kreditvermittler wurden vor einigen Jahren als akute Konkurrenz für die klassische Finanzbranche gehandelt, zwischenzeitlich ließ der Hype allerdings deutlich nach. Der hohe Betrag, den Aegon nun über das Düsseldorfer Unternehmen Auxmoney platzieren will, dürfte aber das Interesse an dem Geschäft wieder ankurbeln. Über Auxmoney wurden bisher nach Angaben des Anbieters rund 60.000 Kreditanfragen in einer Gesamthöhe von fast 400 Millionen Euro von mehr als 50.000 Investoren finanziert.

rei/dpa

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