Mittwoch, 20. März 2019

iPhone-Hersteller legt Zahlen vor Apple mit Rekordzahlen - doch Prognose enttäuscht

iPhone X in aller Hände: Über den Erfolg des Smartphones wird viel gerätselt - gibt es von Apple am Donnerstagabend Aufklärung?

2. Teil: Wie gut verkauft sich das iPhone X?

Hintergrund: Mit dem iPhone X hatte Apple Neuland betreten: In den USA gibt es das Gerät nicht für weniger als 999 Dollar. Hierzulande startet der Preis sogar erst bei beachtlichen 1149 Euro. Das ist selbst für Apple-Verhältnisse ein stolze Forderung, die die Nachfrage durchaus negativ beeinflussen kann, wie beispielsweise die Forschungsdirektorin des Marktforschungsinstituts Gartner, Roberta Cozza, meint.

Weil Apple traditionell keine Verkaufszahlen einzelner Produkte bekanntgibt, ist auf den Absatz des iPhone X lediglich auf Umwegen zu schließen, vor allem über den vom Konzern genannten Durchschnittspreis der verkauften iPhones: Je höher er liegt, desto mehr Smartphones des Typs iPhone X konnte Apple verkaufen.

Einige Experten hatten einen Durchschnittspreis von mehr als 800 Dollar erwartet, was auf starke iPhone X-Verkäufe hingewiesen hätte. Ein Durchschnittspreis von unter 750 Dollar dagegen hätte eher eine Enttäuschung angezeigt. Die US-Bank Morgan Stanley, eine der optimistischeren Apple-Beobachterinnen, hatte einen Anstieg des iPhone-Durchschnittspreises von 752 Dollar auf 815 Dollar erwartet. Tatsächlich lag der Wert nun also bei 796 Dollar.

Zuletzt häuften sich Medienberichte und Analysten-Einschätzungen, wonach Apple die Produktion des iPhone X zurückfahren werde, weil es sich nicht so gut verkaufe wie erwartet. Apple habe die Bestellungen bei Zulieferern für das iPhone X halbiert, war beispielsweise zu lesen. Die Nachfrage nach dem Modell sei niedriger als erwartet, meint auch Bernstein-Analyst Toni Sacconaghi. Solche Töne haben nicht zuletzt die Kursverluste der vergangenen Tage bei der Apple-Aktie verursacht.

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