Sonntag, 4. Dezember 2016

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Geldanlage Buffetts Rat - bloß nicht nach Gewinner-Aktien suchen

Warren Buffett: "90 Prozent des Geldes in einen Indexfonds - halte die Kosten niedrig, und investiere in Aktien auf die gleiche Weise, wie du in eine Farm investieren würdest"
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Warren Buffett: "90 Prozent des Geldes in einen Indexfonds - halte die Kosten niedrig, und investiere in Aktien auf die gleiche Weise, wie du in eine Farm investieren würdest"

Warren Buffett gilt als Meister der Geldanlage. Nun hat er Einblicke in sein Testament gegeben und gezeigt, wie seine Erben das Geld anlegen sollen: Passiv, in Indexfonds, zu niedrigen Kosten.

Hamburg - Warren Buffett ist der Mann mit dem magischen Händchen für Aktien. Der Mann, dem es im Verlauf von Jahrzehnten gelungen ist, den Wert seines Investmentvehikels Berkshire Hathaway pro Jahr um mehr als 15 Prozent zu steigern - und damit den Vergleichsindex S&P 500 deutlich zu schlagen. Und ausgerechnet dieser Mann empfiehlt seinen künftigen Erben nun einen ganz anderen Investmentstil.

Noch erfreut sich Buffett guter Gesundheit und ist weiterhin auf der Suche nach besonders lukrativen Anlagen. Im "Annual Report" seiner Vermögensverwaltung Berkshire Hathaway gibt er freimütig Auskunft über einige Regelungen, die er auch in seinem Testament niedergeschrieben hat - und hält damit für Investoren weltweit einen überraschenden Tipp bereit.

Nach seinem Tod soll seine Frau Astrid 10 Prozent seines Vermögens in kurzlaufende US-Anleihen investieren, schreibt Buffett - und die restlichen 90 Prozent in einen schlichten Indexfonds (Buffett schlägt den Vanguard´s Indexfonds auf US-Index S&P 500 vor) . Warum? Weil die Verwaltungsgebühren eines solchen Fonds ausgesprochen niedrig seien - und ein solcher Indexfonds damit langfristig wohl eine höhere Renditen abwerfe als Investmentprodukte, die aktiv von teuren Fondsmanagern gelenkt würden.

Der Meister des aktiven Investierens, des Aufspürens interessanter Aktien, rät zu einem passiven Investment? Gerade Privatanleger sollten ihm zuhören.

Eine Anlage zum Zurücklehnen - mit einer breiten Streuung

Denn Exchange Traded Funds (ETF) wie der von Buffett empfohlende Vanguard S&P-500 sind passive Investments, eine Anlage zum Zurücklehnen. Sie bilden einen Börsenindex wie den Dax ab. Steigt der Dax, steigt entsprechend auch der ETF. Und fällt der Index, fällt auch der ETF im Wert.

Mit dieser Empfehlung weiß Buffett die geballte Macht der Wissenschaft hinter sich. Denn viele Experten wie zum Beispiel der Nobelpreisträger Eugene Fama oder der inzwischen emeritierte Princeton-Professor Burton Malkiel gehen inzwischen davon aus, dass die Finanzmärkte effizient sind.

Das bedeutet, dass alle verfügbaren Informationen bereits im Kurs beispielsweise einer Aktie enthalten sind. Das bedeutet aber auch, dass jene Information wertlos sind, die ein Analyst aus dem steinigen Boden von Unternehmensberichten und Treffen mit Finanzvorständen klaubt. Denn sie ist ja bereits im Kurs enthalten.

Außerdem kostet die Arbeit der Investmentprofis Geld. Und diese Kosten sind es, die dafür sorgen, dass beispielsweise aktiv gemanagte Fonds langfristig oft nicht ihren Vergleichsindex schlagen. Ausnahmen wie Buffett oder andere Meister ihres Fachs bestätigen diese Regel.

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