Dienstag, 26. Juli 2016

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KGV 1000 - und 30 Milliarden Dollar für Jeff Bezos Amazons absurder Aktienwert

Tech-Riesen machen Gründer reich: 10 Milliarden Dollar in einem Jahr? Kein Problem!
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AFP

Die Aktie von Amazon wird mit dem Tausendfachen der aktuellen Gewinne bewertet. Alte Bewertungsmaßstäbe spielen an der Wall Street keine Rolle mehr - zur Freude von Jeff Bezos.

Ein Kurs-Gewinn-Verhältnis von 1000: Die Aktie des Online-Händlers Amazon Börsen-Chart zeigen , die gestern ein Rekordhoch von 696 Dollar erreichte, wird mit dem Tausendfachen der aktuellen Gewinne bewertet. Das heißt, das Unternehmen müsste die nächsten 1000 Jahre die in diesem Jahr ausgewiesenen Gewinne einzahlen, um seine Börsenbewertung von rund 310 Milliarden Dollar zu "verdienen".

Zum Vergleich: Die im deutschen Leitindex Dax Börsen-Chart zeigen nach Kurs-Gewinn-Verhältnis teuerste Aktie, der Kosmetikhersteller Beiersdorf Börsen-Chart zeigen , kommt auf ein KGV von rund 30. Die Autohersteller Daimler , VW und BMW Börsen-Chart zeigen weisen ein KGV von rund 10 auf - nach diesem Maßstab wäre Amazon also 100mal so teuer wie Daimler, VW oder BMW.

Ein Vermieter, der für seine Wohnung 1000 Euro Miete im Monat erlöst, müsste diese Wohnung für 12 Millionen Euro auf dem Immobilienmarkt anbieten, um eine mit Amazon vergleichbare Bewertung zu erzielen.

Diese Vergleiche zeigen, dass herkömmliche Bewertungsmaßstäbe wie das KGV an der Börse nicht mehr greifen. Das war auch schon in den Crash-Jahren 2001 und 2008 so. Dass bei Amazon (und bei vielen anderen US-Techriesen) aktuelle Gewinne keine Rolle mehr spielen und die Aktien scheinbar jede Bodenhaftung verloren haben, hat mit drei Faktoren zu tun.

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