Dienstag, 23. Januar 2018

Flucht vor niedrigen Zinsen So kaufen Sie den richtigen Dividendenfonds

Geldanlage gesucht? Dividendenfonds sind eine Möglichkeit.

5. Teil: Das Fazit - welcher Fonds für welchen Investor?

"Von den 11.000 gemanagten Investmentfonds gibt es eine ordentliche Auswahl von dividendenorientierten Aktienfonds", fasst Portfoliomanager Görler von Wellinvest die Situation aus Sicht der Anleger zusammen. "Praktisch bietet jeder größere Anbieter solche Fonds an. Zusätzlich gibt es genügend passive Fonds beziehungsweise Exchange Traded Funds oder ETFs, die diesen Fokus haben."

Görlers Tipp: Der amerikanische ETF-Anbieter Wisdom Tree, der seit zwei Jahren in Deutschland aktiv ist, ist genau auf dieses Thema spezialisiert und bietet dividendenorientierte Strategien für amerikanische, europäische und Schwellenländer-Aktien an.

Ob es allerdings tatsächlich eine gute Idee ist, lediglich aufgrund niedriger Zinsen von Anleihenfonds zu Dividendenfonds zu wechseln, sei dahingestellt. "Es ist ein schöner Werbespruch, dass die Dividende der neue Zins ist", sagt Lothar Koch, Leiter des Portfoliomanagements bei GSAM + Spee Asset Management. "Trotzdem ist die Dividendendenaktie nicht der vollständige Ersatz für eine Anleihe."

Christoph Rottwilm auf Twitter

Das gleiche gelte für Fonds, so Koch. "Anleiheanleger sind normalerweise defensive Anleger", sagt er. "Aktien haben aber ein generell höheres Schwankungs- und Verlustrisiko als Aktien. Deswegen stuft sie das Wertpapierhandelsgesetz in höhere Risikoklassen ein."

Auch diesen Aspekt sollten Investoren nicht außer Acht lassen, wenn sie sich für einen Dividendenfonds entscheiden.

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