Samstag, 28. Mai 2016

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Samwer-Holding Banken verdienen Millionen am Kursrutsch von Rocket Internet

Rocket-Gründer Oliver Samwer: Für Anleger brachte der Börsengang bislang Verluste - für die Banken war es jedoch ein glänzendes Geschäft. Die Gewinne der Beraterbanken sind durch den Kursrutsch sogar noch gestiegen
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Rocket-Gründer Oliver Samwer: Für Anleger brachte der Börsengang bislang Verluste - für die Banken war es jedoch ein glänzendes Geschäft. Die Gewinne der Beraterbanken sind durch den Kursrutsch sogar noch gestiegen

Die Beraterbanken von Rocket Internet verdienen voraussichtlich mehr als zehn Millionen Euro am Kursrückgang nach dem Börsengang. Die Börsengänge der Samwer-Firmen Home24 und Westwing sind vorerst gestoppt.

Hamburg - Durch die Gewinne, die mit dem Kursrutsch nach dem IPO in Verbindung stehen, dürften die Gesamteinnahmen für das Konsortium um Berenberg, J. P. Morgan und Morgan Stanley noch über die im Prospekt genannte Maximalgebühr von 47 Millionen Euro steigen. Das berichtet das manager magazin in seiner neuen Ausgabe, die ab Freitag (24. Oktober) im Handel ist.

Die weiteren Konsortiumsmitglieder sind Bank of America Merrill Lynch Börsen-Chart zeigen, Citigroup Börsen-Chart zeigen und UBS Börsen-Chart zeigen . Rocket Internet war am 2. Oktober an der Frankfurter Börse gestartet und hat zum Ausgabepreis von 42,50 Euro pro Aktie mehr als 1,4 Milliarden Euro von Anlegern eingesammelt.

Für Anleger war der Börsengang von Rocket Internet Börsen-Chart zeigen wegen des Kursverlusts bislang ein schlechtes Geschäft, nicht so jedoch für die Banken: Denn sie verdienen nicht nur durch die zur Hälfte erfolgsabhängigen Gebühren.

Banken kaufen Aktien zurück - und behalten Differenz zum Ausgabepreis

Fällt der Aktienkurs eines Börsenneulings unter den Ausgabekurs, kaufen die Banken bis zu 15 Prozent der Aktien am Markt zurück, die sogenannte Mehrzuteilungsoption (Greenshoe). Die zuvor von Alteigentümern geliehenen Aktien geben sie zurück, aber die Differenz zum Ausgabepreis behalten die Banken.

Das rechnet sich: Sobald die Banken Rocket-Aktien zu 40 Euro kaufen, bleiben 2,50 Euro pro Aktie als Gewinn für sie. Bei 4,9 Millionen Greenshoe-Aktien macht das 12 Millionen Euro Zuverdienst.

Schwacher Börsenstart hat Folgen für Finanzierungsstrategie

Die Zusatzeinnahmen könnten noch deutlich höher sein, denn der durchschnittliche Börsenkurs der ersten zwölf Handelstage betrug nur knapp 38 Euro. Diese Mehreinnahmen werden nach den Platzierungsanteilen im Konsortium verteilt. Banken und Unternehmen wollten sich nicht dazu äußern.

Für Rocket Internet ist der schwache Start mehr als ein Imageschaden und hat Folgen für die Finanzierungsstrategie. Die angestrebten Börsengänge für Home24 und Westwing sind gestoppt, bis sich der Aktienkurs wieder über dem Ausgabepreis befindet, erfuhr manager magazin von mit den Finanzen des Unternehmens vertrauten Personen.

Mehr Wirtschaft aus erster Hand? Der obige Text ist nur ein minimaler Ausschnitt aus der November-Ausgabe des manager magazins. Das neue Heft (und die nächste Ausgabe) können Sie hier im Vorteilsangebot bestellen.
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