Sonntag, 4. Dezember 2016

Von "Finanztest" zu "Finanztip" Finanztest-Chef Tenhagen verlässt Stiftung Warentest

Von "Finanztest" zu "Finanztip": Hermann-Josef Tenhagen
Stiftung Warentest
Von "Finanztest" zu "Finanztip": Hermann-Josef Tenhagen

Hermann-Josef Tenhagen, Chefredakteur der Zeitschrift Finanztest, verlässt die Stiftung Warentest. Er wird Geschäftsführer und Chefredakteur von Finanztip, eines Start-ups für Finanzinformationen. Auch der Gründer von Finanztip ist kein Unbekannter.

München - "Ich bleibe den Finanzinformationen treu, möchte aber noch einmal etwas Neues aufbauen", begründete Tenhagen, der zum 1. Oktober zu Finanztip wechselt, seinen Schritt. Der Vorstand der Stiftung Warentest, Hubertus Primus, bedauerte den Weggang von Tenhagen. "Er hat inhaltlich Akzente gesetzt und war gefragter Gesprächspartner in den Medien, in denen er Testergebnisse vorstellte und schwierige Zusammenhänge kurz und verständlich erläutern konnte".

Bei Finanztip wird Tenhagen die Funktionen des Chefredakteurs sowie des Vorsitzenden der Geschäftsführung übernehmen und den Ausbau des Unternehmens am Standort Berlin verantworten.

Finanztip ist ein Non-Profit-Projekt der beiden Interhyp-Gründer Robert Haselsteiner und Marcus Wolsdorf. Haselsteiner und Wolsdorf haben sich 2013 aus Interhyp zurückgezogen und sich dem Aufbau einer unabhängigen Verbraucher-Webseite verschrieben. "Ziel von Finanztip ist, Verbraucher mit Spartipps und unabhängigen Finanzinformationen zu unterstützen", erklärt Haselsteiner. Deshalb habe man für Finanztip die Gesellschaftsform einer gemeinnützigen GmbH gewählt: "Sämtliche Erlöse bleiben im Unternehmen", sagt Haselsteiner: "Je mehr Menschen die Webseite nutzen, desto rascher kommen wir auf dem Weg zu einem großen Online-Verbraucherportal voran."

Für private Nutzer sind die Informationen und Dienstleistungen von Finanztip kostenlos. "Finanztip soll gerade auch den kleinen Leuten helfen", begründet Tenhagen seinen Wechsel. Diese bräuchten besonders dringend bessere Unterstützung bei Finanzthemen.

Die Freude über seinen Personal-Coup ist Haselsteiner anzumerken: Neben den großen Preisvergleichs-Portalen und Zeitschriften wie Finanztest, die es zuletzt auf eine Auflage von rund 230.000 Exemplaren brachten, habe ein Online-Verbraucherjournal durchaus noch seinen Platz.

la/dpa

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