Freitag, 16. November 2018

Eckes Fusion mit Campari gescheitert

Firmenerbe Harald Eckes-Chantré hat sich mit dem Vorstand angelegt. Der Streit unter den Familiengesellschaftern der Getränkefirma hat die Fusion mit der italienischen Campari-Gruppe scheitern lassen.

Nieder-Olm - Wie das manager magazin in seiner Oktober-Ausgabe berichtet, konnte sich die Familie Eckes nicht auf ein gemeinsames Vorgehen einigen, zumal die Campari-Mehrheitseigner die Deutschen nur mit etwas mehr als 20 Prozent am fusionierten Unternehmen beteiligen wollten.

Eckes-Marke Chantré: Gesellschafter sind sich uneins
Eckes-Marke Chantré: Gesellschafter sind sich uneins
Nun hat der Streit einen weiteren Höhepunkt erreicht. Laut manger magazin beantragte Harald Eckes-Chantré, Sohn des verstorbenen Firmenpatriarchen Ludwig Eckes, in der jüngsten Hauptversammlung, dem Vorstandsvorsitzenden Herbert Verse und dem Spirituosenvorstand Axel Thies die Entlastung zu verweigern.

In der Abstimmung konnte Harald Eckes-Chantré sich jedoch nicht gegen seine Verwandten durchsetzen. Kurz nach dem Eklat war der Aufsichtsratsvorsitzende, der Anwalt Brun-Hagen Hennerkes, zurückgetreten.

Dem Streit kommt besondere Bedeutung zu, da demnächst die Verlängerungen der Vorstandsverträge von Verse und Thies anstehen.

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