05.09.2000
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Siemens VT
Keine Fusion mit Alstom - Schwarze Zahlen in Sicht

Die Verkehrstechniker verhandelten über eine Fusion mit dem Konkurrenten Bombardier, doch das Rennen machte die DaimlerChrysler-Tochter Adtranz. Nun fällt Siemens VT zurück und pocht tapfer auf den Alleingang.

Berlin - Die Siemens-Bahntechniksparte setzt auch angesichts der Fusion von Bombardier und ADtranz zum mit Abstand weltgrößten Schienentechnik-Konzern weiter auf seine eigene Stärke.

Ein Zusammengehen zum Beispiel mit dem bisherigen Weltmarktführer Alstom sei nicht geplant. "Wir haben darauf gesetzt, aus eigener Kraft zum Erfolg zu kommen, und wir werden diesen Weg weiter gehen", sagte der Spartenchef Herbert Steffen am Dienstag in Berlin.

In Teilmärkten erfolgreicher als der große Konkurrent

Vom Volumen her falle Siemens-Verkehrstechnik (VT) zwar hinter den fusionierten Wettbewerber zurück. Auf einzelnen Märkten habe man aber die Nase vorn, sagte Steffen.

Siemens VT schließe Zukäufe nicht aus, da der Markt sehr dynamisch sei. Konkrete Verhandlungen gebe es derzeit nicht. Siemens-VT hatte vor Monaten selbst mit Bombardier über ein Zusammengehen der Bahn- Sparten verhandelt, die Gespräche aber abgebrochen.

Nach fünf Jahren mit Verlusten wird Siemens-VT im Geschäftsjahr 1999/2000 (30. September) nach eigenen Angaben erstmals wieder mit Gewinn abschließen.

Bleibt die Verkehrstechnik bei Siemens?

"Unser Kerngeschäft ist saniert, das Portfolio optimiert, die Zahlen stimmen wieder", sagte Steffen. Deshalb könne man sich nun stärker auf Zukunftsthemen wie das Servicegeschäft und E-Business konzentrieren.

Zum Verbleib der Bahnsparte im Siemens-Konzern (München/Berlin) sagte Steffen, die strategische Ausrichtung sei Sache der Konzernspitze. Siemens-VT gehöre zu den Kerngeschäftsfeldern von Siemens. Schließlich trage man mit "ordentlichen Zahlen zum Konzernergebnis bei".

Europäischer Hochgeschwindigkeitszug

Für den mit Alstom geplanten europäischen Hochgeschwindigkeitszug sollen bis Jahresende erste Konzepte vorliegen. Dann solle mit potenziellen Kunden gesprochen werden. Der geplante Euro-Train soll 2008 erstmals zum Einsatz kommen. Die Zusammenarbeit von Alstom und Siemens sowie möglichen weiteren Partnern sei offen; Denkbar sei ein Konsortialmodell wie bei Airbus.

ICE-Verkauf: Hoffnung auf Spanien und China

Zum schleppenden Export des modernsten deutschen ICE-Zuges sagte Steffen, man bewerbe sich derzeit "heftig" an einer Ausschreibung in Spanien mit einem Gesamtvolumen von zwei Milliarden Mark.

Auch in China wolle man mit dem ICE 3 zum Zuge kommen. Der TGV-Bauer Alstom und Siemens arbeiten bereits im internationalen Vertrieb zusammen.

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