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28.03.2013
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Geldanlage
Zypern-Krise treibt Briten in Goldinvestments

Krugerrand-Goldmünzen: In Großbritannien steigt die Nachfrage
REUTERS

Krugerrand-Goldmünzen: In Großbritannien steigt die Nachfrage

Die Zwangsabgabe auf zypriotische Bankkonten lässt die Nervosität der Anleger in Europa steigen. In Großbritannien hat die Goldnachfrage bereits deutlich angezogen. Vermögensverwalter raten zum Kauf - die Gelegenheit ist günstig.

Hamburg - Wie sicher ist mein Geld bei der Bank? Diese Frage treibt seit der Last-Minute-Rettung Zyperns Sparer in ganz Europa um. Der Inselstaat muss etwa die Hälfte der EU-Finanzspritze selbst aufbringen. Der extrem aufgeblähte Bankensektor wird zurechtgestutzt, zusätzlich wird auf Bankkonten oberhalb der 100.000- Euro-Grenze eine Zwangsabgabe von bis zu 40 Prozent fällig. Damit haben Europas Krisenmanager eine Zäsur herbeigeführt - zum Schrecken der Bürger in dem betroffenen Land und weit darüber hinaus.

Einige Anleger flüchten offenbar bereits in "sichere Häfen" wie Gold. Eine Umfrage in Großbritannien ergab, dass die Nachfrage im Land seit Ausbruch der Zypern-Krise deutlich gestiegen ist. So wollen 11 Prozent der Briten in das Edelmetall investieren, bei Londonern sind es laut einer Umfrage des Meinungsforschers You-Gov im Auftrag des Edelmetallanbieters CoinInvestDirect 23 Prozent.

Der Londoner Edelmetallhändler Jewellers Trade Services Partners (JTS) - der Mutterkonzern der CoinInvestDirect - registrierte eine Verdopplung der Nachfrage nach Goldmünzen. Bei Briten ist laut JTS-Chef Daniel Marburger die Britannia-Goldunze besonders gefragt, internationale Investoren bevorzugen die kanadische Maple-Leaf-Goldmünze. "In Zeiten wie diesen ist Gold die ultimative Krisenwährung", sagt Marburger.

GfK: Deutsche fürchten um Ersparnisse

Auch deutsche Sparer lässt die Zypern-Krise nicht kalt. Das Marktforschungsunternehmen GfK, das monatlich den Konsumklimaindex ermittelt, stellt seit geraumer Zeit eine "Flucht in Sachwerte" fest. Verunsicherte Verbraucher geben ihr Geld lieber für Immobilien, Autos oder Gold aus, statt es auf die Bank zu tragen. Zumal es dort derzeit so gut wie keine Zinsen auf das Ersparte gibt.

Die GfK rechnet damit, dass sich die Zypern-Krise stützend auf den privaten Verbrauch auswirkt. "Da ist davon auszugehen, dass die Sparneigung einen weiteren Rückschlag erleiden wird", erläutert GfK-Experte Rolf Bürkl unter Verweis auf mehrere Umfragen, nach denen rund die Hälfte der Bürger aktuell Angst um ihr Erspartes hat. "Und das könnte auf der anderen Seite dem Konsum zugutekommen - dass sich Verbraucher also noch stärker für Anschaffungen entscheiden statt zu sparen."

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