25.02.2013
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Märkte
Dax halbiert Gewinne

Händler in Frankfurt am Main: Der Dax setzt zur Erholung an
AFP

Händler in Frankfurt am Main: Der Dax setzt zur Erholung an

Bersani liegt im Abgeordnetenhaus vorn, Berlusconi im Senat: Das drohende politische Patt in Italien bremst den Dax aus. Der Leitindex schließt zwar im Plus, die Wall Street dreht jedoch ins Minus.

Frankfurt am Main - Ein möglicher Teilerfolg der Mitte-Rechts-Allianz von Silvio Berlusconi bei den italienischen Wahlen hat am Montag die Anleger an den Aktienmärkten verschreckt. Vor allem in Mailand brachen die Kurse ein, so dass der italienische Leitindex seine zuvor gemachten Gewinne von bis zu vier Prozent wieder vollständig einbüßte und um bis zu 0,5 Prozent ins Minus drehte.

Der Dax Chart zeigen halbierte seine Gewinne, verharrte mit 7773 Zählern aber noch im Plus und schloss 1,4 Prozent fester. An der Wall Street notierte der Leitindex Dow Jones Chart zeigen unterdessen knapp im Minus.

Der Euro sackte unter 1,32 Dollar ab. Zuvor hatte die Gemeinschaftswährung in der Spitze noch bei 1,3318 Dollar gelegen.

Prognosen zum Sieg der Links-Allianz bei den Wahlen zur ersten Parlamentskammer - dem Abgeordnetenhaus - hatten zunächst Euphorie an den Märkten ausgelöst. Als die Prognosen zu den Senatswahlen aber Berlusconis Anhänger vorn sahen, ging es wieder bergab mit den Kursen. Sollten sich die Prognosen bestätigen, droht Italien ein politisches Patt .

Italien sammelt 4 Milliarden Euro am Anleihemarkt ein

Italien hat zudem insgesamt rund vier Milliarden Euro am Markt eingesammelt, die Zielspanne hatte zwischen 2,5 und 4,25 Milliarden Euro gelegen. Die noch laufenden Wahlen in Italien hätten zwar ihre Spuren hinterlassen, aber nur marginal, sagte Alberto Gallo, Analyst bei der RBS.

Bei der Platzierung von zweijährigen Anleihen über 2,8 Milliarden Euro stieg die Rendite auf 1,68 Prozent von 1,43 bei der vorigen Emission im Januar. Der wahre Test erfolge aber erst, wenn das Wahlergebnis klar sei und am Mittwoch Papiere mit einer Laufzeit von zehn Jahren verkauft würden, sagte ein Händler.

Auto-Titel gefragt

Eine Erholung gab es für die Aktien von Volkswagen Chart zeigen , die am Freitag wegen des Ausblicks massiv unter Druck geraten waren - trotz eines für 2012 ausgewiesenen Rekordgewinns. Die Titel legten rund 1,5 Prozent zu, auch wenn jüngste Aussagen zum ersten Quartal von Finanzvorstand Hans Dieter Pötsch die etwas trüberen Aussichten bestätigten. Außerdem passten diverse Analysten ihre Kursziele am Montag nach den Zahlen nach unten an.

Papiere des Konkurrenten BMW Chart zeigen legten unterdessen 2,6 Prozent zu und gehörten zu den stärksten Titeln im Dax.

Fusionsgerüchte stärken Kurs der Deutschen Börse

Ein Bericht über ein mögliches Fusionsinteresse der Chicago Mercantile Exchange (CME) mit der Deutschen Börse hat die Aktien des deutschen Börsenbetreibers am Montag nach oben getrieben. Die Nachrichtenagentur Bloomberg hatte berichtet, dass der auf Derivate spezialisierte US-Börsenbetreiber den deutschen Konkurrenten wegen möglicher Fusionsgespräche angesprochen habe. Die Aktie der Deutschen Börse Chart zeigen notierte zeitweise 12 Prozent im Plus und schloss dann rund 5 Prozent fester.

Unterstützung aus Japan

Aus Fernost kamen positive Impulse. Kreisen zufolge soll Haruito Kurodaneuer Chef der japanischen Notenbank werden. Er ist wie Ministerpräsident Shinzo Abe Befürworter starker Konjunkturspritzen für die schwächelnde Wirtschaft.

Merck-Aktien geben nach

Aktien von Merck KGaA Chart zeigen büßten nach einem Rückschlag bei einem Arzneimittel bis zu 1 Prozent ein. Der Wirkstoffkandidat Cilengitide konnte in Verbindung mit einer Radiochemotherapie keine signifikante Verlängerung der Überlebenszeit bei Hirntumoren erreichen. Commerzbank-Analyst Daniel Wendorff äußerte sich in einer ersten Reaktion negativ. Es zeige sich, dass es hin zu einer attraktiven Wirkstoffpipeline wohl noch ein langer Weg sei.

Öl kaum verändert

Die Ölpreise zogen leicht an. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent Chart zeigen zur April-Lieferung kostete 115,55 Dollar. Das waren 1,45 Dollar mehr als am Freitag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte WTI verteuerte sich ebenfalls deutlich um 1,14 Dollar auf 94,27 Dollar.

Ein starker Rückgang der Stimmung chinesischer Einkaufsmanager in der Industrie habe die Ölpreise "nicht mehr nennenswert" belasten können, hieß es in einer Einschätzung der Commerzbank.

ts/dpa-fx

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