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24.02.2013
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Börsenvorschau
Berlusconis Schatten verdunkelt Börse

Dunkler Ausblick: Im Bild die Börse im spanischen Madrid
REUTERS

Dunkler Ausblick: Im Bild die Börse im spanischen Madrid

Der unsichere Ausgang der Italienwahl macht die Anleger nervös. Dabei gibt es in der kommenden Woche eine Reihe greifbarer und viel besser prognostizierbarer Ereignisse - Unternehmen wie Fresenius oder Deutsche Telekom öffnen ihre Bücher.

Rom - Italien wählt und die Anleger am deutschen Aktienmarkt halten den Atem an. "Uns steht - egal, wer gewinnt - wohl eher eine düstere Woche im Dax bevor", sagt Wolfgang Duwe, Stratege bei der Bremer Landesbank. Zweifel, ob das Land auch unter einer neuen Regierung an seinem Sparkurs festhält, könnten im deutschen Leitindex erst einmal für Rücksetzer sorgen, sagt der Experte. In der abgelaufenen Woche hat der Dax bis Freitagmittag gut ein Prozent auf 7668 Zähler zugelegt.

Die heftigsten Kursausschläge sind zu erwarten, sollte Ex-Regierungschef und Medien-Mogul Silvio Berlusconi die Wahlen für sich entscheiden. "Berlusconi erneut an den Schalthebeln der Macht in Italien wäre mit Abstand wohl die größte Katastrophe für die weitere Entwicklung in der Eurozone", sagt Torsten Gellert vom Brokerhaus FXCM. Der 76-jährige Politiker und Unternehmer habe bereits mehr als deutlich gemacht, dass er sich den von Mario Monti angestoßenen Reformen verweigere. Berlusconi, der wegen Korruptions- und Sexskandalen in Dauerfehde mit der Justiz lebt, hat den Italienern nicht nur die Rücknahme von Steuererhöhungen, sondern auch eine Amnestie bei Steuerhintergehen versprochen. Den scheidenden Ministerpräsidenten Monti stellt er gern als Gefolgsmann Angela Merkels dar, der Italien mit einer von Berlin und Brüssel angeordneten Sparpolitik in die Rezession stürze.

Aufholjagd des "cavaliere"

Bei den Wählern kommt das offensichtlich gut an: In den letzten Umfragen konnte er mit seinem Mitte-Rechts-Bündnis ordentlich Boden gut machen. Weiterhin in Führung lag aber die Mitte-Links-Allianz unter Pier Luigi Bersani. Monti und sein Bündnis gemäßigter Parteien kamen nur auf den vierten Platz. Gewählt wird am Sonntag und Montag. Neben der Italien-Wahl könnte in der neuen Woche aber auch der US-Haushaltsstreit für Gesprächsstoff sorgen. Zum 1. März treten automatische Ausgabenkürzungen in Kraft, sollten sich Republikaner und Demokraten nicht doch noch auf einen Kompromiss einigen. Dies dürfte das US-Wirtschaftswachstum belasten und sich auch negativ auf das Weltwirtschaftswachstum auswirken, schrieben die Analysten der Landesbank Berlin in einem Kommentar.

Bislang zeigt der Trend in der US-Industrie nach Einschätzung der Commerzbank jedoch klar nach oben: Der am Freitag anstehende ISM-Index sollte auch im Februar deutlich über 50 liegen und damit eine expandierende US-Industrie signalisieren, prognostiziert Analyst Christoph Balz. Hieran ändere auch das für den Januar zu erwartende deutliche Minus bei den Aufträgen für dauerhafte Güter (Mittwoch) nichts, da dieses auf Sondereffekte zurückzuführen sei. Auf Unternehmensseite stehen die Bilanzen zahlreicher Dax-Konzerne ins Haus: Unter anderem legen Fresenius Chart zeigen, FMC, BASF Chart zeigen (Dienstag) und Deutsche Telekom Chart zeigen(Donnerstag) ihre Zahlen vor. Daneben lassen sich eine Reihe von Konzernen aus der zweiten Reihe wie Salzgitter Chart zeigen, Gerry Weber Chart zeigen(Mittwoch) oder ProSiebenSat.1 Chart zeigen (Donnerstag) in ihre Bücher gucken. Börsianern zufolge ist aber fraglich, ob die Unternehmensdaten große Kursausschläge auslösen. In der neuen Woche dürften vor allem die großen politischen Themen die Märkte im Griff haben, sagte ein Händler.

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