Freitag, 31. Juli 2015

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Geschlossene Fonds Neuer Umsatzeinbruch für Emissionshäuser

Skyline von Manhattan: Immobilienfonds hatten im vergangenen Jahr den größten Anteil am schwachen Geschäft mit geschlossenen Beteiligungsmodellen

Schlechte Nachrichten von den Anbietern geschlossener Fonds: Die Anleger haben im vergangenen Jahr erneut deutlich weniger Geld in die Offerten eingezahlt. Die Hoffnung auf Stabilisierung der Umsätze auf niedrigem Niveau hat sich damit vorerst erledigt.  

Hamburg - In geschlossene Immobilien-, Neue Energie- oder Schiffsfonds haben Anleger im vergangenen Jahr 4,5 Milliarden Euro Eigenkapital eingezahlt. Das Platzierungsergebnis der Emissionshäuser ging damit um 23 Prozent erneut drastisch zurück, wie der Branchenverband VGF meldet.

Damit erleidet die Branche einen weiteren herben Rückschlag. Im Zuge der Finanz- und Wirtschaftskrise war das gezeichnete Eigenkapital schon in den Jahren 2008 und 2009 um 25 und 40 Prozent eingebrochen. 2010 und 2011 gab es dann eine Erholung um zusammen rund 13 Prozent.

Im vergangenen Jahr waren Immobilienfonds mit einem Marktanteil von 46 Prozent laut VGF das größte Segment unter den unternehmerischen Beteiligungen. Es folgten Energiefonds, also Investitionen in Windräder oder Solaranlagen beispielsweise.

Bemerkenswert: Das Interesse der Privatanleger an diesem Investmentvehikel sank offenbar noch stärker, als es die Zahlen bereits vermuten lassen. Laut VGF schrumpfte der Anteil der Privatanleger an den Investitionen gegenüber dem Vorjahr um 35 Prozent. Institutionelle Investoren dagegen steigerten ihren Anteil um 31 Prozent.

cr

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