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25.01.2013
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Fußball und Geld
Real und Barca - die spanischen Scheinriesen

Real, Barca, ManU und Bayern: Das sind die Umsatzchampions in Europa
Fotos
AFP

Real Madrid und der FC Barcelona erzielen von allen europäischen Spitzenclubs die höchsten Umsätze. In einem Ranking folgt der FC Bayern als bester deutscher Verein auf Platz vier. Bezieht man die Schulden mit ein, steht Bayern allerdings besser da. Dem FC Valencia droht derweil die Verstaatlichung.

Hamburg - Die beiden spanischen Topclubs Real Madrid und FC Barcelona sind nach wie vor Umsatzspitzenreiter in Europa. In einem Ranking der Unternehmensberatung Deloitte führen sie mit 512,6 Millionen Euro beziehungsweise 483 Millionen Euro Jahresumsatz das Feld der europäischen Spitzenvereine an.

Auch auf den weiteren Plätzen der jährlich erscheinenden Rangliste hat sich wenig getan. Nach Manchester United auf dem dritten Platz folgt wie im Vorjahr der FC Bayern München als bester deutscher Verein auf Platz vier. Den Umsatz der Bayern im Geschäftsjahr 2011/2012 gibt Deloitte mit 368,4 Millionen Euro an.

Weitere Vertreter aus der Bundesliga sind: Borussia Dortmund (Platz 11, 189,1 Millionen Euro Umsatz), der FC Schalke (Platz 14, 174,5 Millionen Euro) sowie der Hamburger SV (Platz 18, 121,1 Millionen Euro). Top-Aufsteiger 2011/2012 ist nach Angaben von Deloitte Manchester City. Der Club aus der britischen Premier League erzielte einen Jahresumsatz von 285,6 Millionen Euro und schob sich damit von Platz zwölf auf Platz sieben nach vorne.

Bemerkenswert ist laut Deloitte vor allem die Dominanz der beiden spanischen Vorzeigevereine. Real Madrid und der FC Barcelona profitieren nach Angaben von Deloitte-Partner Karsten Hollasch stark von überdurchschnittlich hohen Erlösen aus der dezentralen TV-Rechtevermarktung in Spanien und setzen sich daher international weiter ab.

Kritiker bemängeln allerdings, dass zum Gesamtbild der Finanzstruktur der großen Clubs in Europa auch deren mitunter gewaltige Schuldenberge gehören. Der FC Bayern steht in der Hinsicht deutlich besser da als die meisten anderen Vereine, insbesondere aus Spanien.

FC Valencia droht die Pleite - der spanische Steuerzahler soll helfen

Björn Bloching etwa, Senior Partner der Unternehmensberatung Roland Berger, forderte jüngst im Interview mit dem manager magazin, der europäische Fußballverband UEFA müsse strenger auf gesunde Finanzen bei den Vereinen achten und gegebenenfalls auch renommierte Clubs von Wettbewerben wie der Champions League ausschließen.

Das Problem betrifft insbesondere die spanische Liga, die mit Madrid und Barcelona so dominierend erscheint. Der FC Valencia etwa, sechs Mal spanischer Meister und sieben Mal Pokalsieger, steht Medienberichten zufolge kurz vor der Pleite. Um den Exitus abzuwenden, will jetzt offenbar der spanische Staat mit rund 80 Millionen Euro für Schulden des Vereins einspringen. Wohl gemerkt, ein Staat, dem selbst das Wasser bis zum Halse steht.

Insgesamt erzielten die 20 Clubs des Deloitte-Rankings in der Spielzeit 2011/12 einen Umsatz von 4,8 Milliarden Euro. Nach Angaben der Unternehmensberatung entspricht das mehr als einem Viertel der Gesamterlöse des europäischen Fußballmarktes. Gegenüber der Vorsaison sind die Umsätze um rund 10 Prozent gestiegen, teilt Deloitte mit. Im Vergleich zur Spielzeit 1996/97, als das Ranking erstmals veröffentlicht wurde, habe sich das Umsatzvolumen sogar vervierfacht.

Real, Barca, ManU und Bayern: Fotostrecke von Europas Umsatzchampions

cr

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