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08.01.2013
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Geldanlage-Premiere
Der kostenlose Fonds

Von Christoph Rottwilm

Neues Projekt, neuer Fonds: Dieses Wohnobjekt in München wird Teil des "Kostenlos-Fonds" der One Group sein
One Group

Neues Projekt, neuer Fonds: Dieses Wohnobjekt in München wird Teil des "Kostenlos-Fonds" der One Group sein

Für manchen Investmentprofi zählt die Kostenbelastung eines Fonds zu den wichtigsten Auswahlkriterien. Das neue Produkt der Hamburger One Group erscheint da bemerkenswert: Der Fonds kommt vollständig ohne Kosten aus - ein Novum am Anlagemarkt.

Hamburg - Das Hamburger Emissionshaus One Group wird in den nächsten Wochen einen Fonds auf den Markt bringen, der als echtes Novum gelten kann. Denn der Projektentwicklungsfonds "ProReal Deutschland 2" unterscheidet sich in einem wesentlichen Punkt von wohl so ziemlich allen anderen zurzeit am Markt befindlichen Beteiligungsofferten: Bei ihm fallen keine Kosten an, weder anfängliche, noch laufende.

Im Wettbewerb kann das ein Vorteil sein. Viele Experten raten Anlegern, die verschiedene Anlageprodukte miteinander vergleichen wollen, auf Merkmale zu achten, die fix sind und sich in der Zukunft nicht ändern. Ein Beispiel dafür ist die Kostenbelastung von Fonds oder anderen Vermögensanlagen. Anders als Prognosen zur Marktentwicklung, zur Managementleistung oder zu künftig erzielbaren Einkünften sind Kosten nicht mit irgendeiner Art von Unsicherheit behaftet.

Vielmehr ist klar: Anlegergelder, die beispielsweise für Vertriebsprovisionen verwendet werden, fließen nicht in die eigentliche Investition eines Fonds - und reduzieren daher dessen Performanceaussichten. Je höher die Kosten, desto geringer also die Renditechance. Das trifft auf offene Fonds ebenso zu, wie auf geschlossene. Und es schließt sowohl die anfänglichen, einmaligen Kosten wie etwa die Vertriebsprovisionen ein, als auch die laufenden, die beispielsweise für die Vergütung des Managements einbehalten werden.

Bis zu 18 Prozent Kosten bei geschlossenen Fonds

Ein Vorzug des Kostenvergleichs ist, dass im Prinzip alle Belastungen aus den Fondsunterlagen ersichtlich sind. Bei geschlossenen Fonds stehen sie beispielsweise im Emissionsprospekt. Es erfordert zwar einige Mühe und Sachkenntnis, grundsätzlich ist ein Kostenvergleich verschiedener Fondsprodukte jedoch möglich.

Vor allem bei geschlossenen Beteiligungsmodellen fördert der Vergleich allerdings häufig eine bittere Erkenntnis zutage: hohe Kosten belasten die Investition. Die Ratingagentur Scope in Berlin etwa beziffert die anfänglichen Weichkosten solcher Produkte gegenüber manager magazin online aktuell im Schnitt auf gut 14 Prozent des von Investoren eingezahlten Eigenkapitals. Wird das Agio mit einbezogen, ergibt sich sogar ein Kostensatz von durchschnittlich knapp 18 Prozent des Eigenkapitals, so Scope.

Dieser Makel des Anlageprodukts hat Tradition: Verkäufer geschlossener Immobilien- und Schiffsfonds etwa sind an eine großzügige Vergütung gewöhnt. Die Finanzberater rechtfertigen dies in der Regel mit der nach ihren Angaben umfangreichen Beratungsleistung, die sie beim Vertrieb dieser Produkte erbrächten.

Zudem gibt es trotz fortschreitender Regulierung und Kontrolle der Branche nach wie vor Emissionshäuser, die offenbar gezielt komplizierte Vertragswerke und schwer durchschaubare Dienstleistungsgeflechte nutzen, um Gelder aus solchen Fondsprodukten abzuzweigen.

Als Lichtblick erscheint da die neue Beteiligungsofferte, die die Hamburger One Group in den nächsten Wochen emittieren wird: Der Fonds "ProReal Deutschland 2". Bei ihm fallen nicht etwa geringe Kosten an, sondern gar keine. Weder anfängliche, noch laufende. Selbst das Agio, das zur Entlohnung der Vertriebspartner zunächst erhoben wird, wird den Anlegern nach Angaben der One Group später inklusive Verzinsung wieder ausgezahlt. Ganz ohne Gegenleistung macht allerdings auch bei der One Group niemand seinen Job.

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