23.12.2012
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Pfandhäuser
Hoher Goldpreis lässt die Kassen klingeln

Steigender Wert: Auf Goldschmuck haben es Pfandleiher besonders abgesehen
dapd

Steigender Wert: Auf Goldschmuck haben es Pfandleiher besonders abgesehen

Für viele Menschen ist der Gang ins Pfandhaus häufig der einzige Weg, um flüssig zu bleiben. Deren Geschäfte wachsen fast zweistellig - vor allem aufgrund des hohen Goldpreises.

Berlin - Der hohe Goldpreis hat den Pfandleihern in diesem Jahr mehr Kunden gebracht und die Kassen klingeln lassen. Sowohl die ausgezahlten Darlehen als auch die Kundenzahl hätten in den ersten drei Quartalen deutlich zugelegt, sagte Wolfgang Schedl vom Zentralverband des Deutschen Pfandkreditgewerbes.

"Das Jahr 2012 ist ein sehr erfreuliches Geschäftsjahr", so der Geschäftsführer. Sollte sich die Tendenz aus den ersten neun Monaten im Schlussquartal fortsetzen, dürfte unterm Strich ein Plus von etwa 8,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr bei der Darlehenssumme stehen.

Die genaue Summe steht nach seinen Worten noch nicht fest. In den vergangenen Jahren lag die Darlehenssumme Schätzungen zufolge aber pro Jahr bei rund einer halben Milliarde Euro.

Hintergrund für die aus Verbandssicht erfreuliche Entwicklung bei den rund 200 Mitgliedsunternehmen auch in diesem Jahr ist vor allem der anhaltend hohe Goldpreis: Denn Pfandleiher können für Schmuckstücke deutlich mehr Geld auszahlen, was eine Pfandleihe attraktiver macht.

Zins von höchstens einem Prozent im Monat

Sehr häufig wird Schmuck verpfändet, aber auch technische Geräte, die wegen des raschen Wertverfalls jedoch häufig kein hohes Darlehen einbringen. Auch Autos können beliehen werden.

Und so funktioniert die Pfandleihe, die in Deutschland per Gesetz geregelt ist: Der Kunde bringt den Wertgegenstand zum Leihhaus und bekommt vom Pfandleiher ein Darlehensangebot. Ob Uhr, Laptop oder Gemälde angenommen wird, entscheidet der Pfandleiher. Festgeschrieben ist der Zins, den ein Pfandleiher dafür nehmen darf.

Er liegt bei höchstens einem Prozent pro Monat. Hinzu kommen Gebühren, die bis zu einem Darlehensbetrag von 300 Euro ebenfalls festgeschrieben sind: Bei einem Betrag von 30 Euro fallen pro Monat zwei Euro Gebühren an, bei 300 Euro sind es 6,50 Euro monatlich. Ist das Darlehen höher, darf über die Gebühren frei verhandelt werden.

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