Mittwoch, 29. Juli 2015

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Kreditwächter Fitch droht USA mit Entzug der Topbonität

Zähe Verhandlungen: US-Präsident Obama, Oppositionsführer John Boehner (2. von links) streiten unter anderem darüber, ab welcher Einkommensgrenze höhere Steuersätze gelten sollen
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Zähe Verhandlungen: US-Präsident Obama, Oppositionsführer John Boehner (2. von links) streiten unter anderem darüber, ab welcher Einkommensgrenze höhere Steuersätze gelten sollen

Die Ratingagentur Fitch hat die USA vor dem baldigen Verlust ihrer Topbonität gewarnt. Damit steigt der Druck auf Barack Obama und John Boehner, eine rasche Lösung im Haushaltsstreit zu finden. S&P hatte den USA bereits im Vorjahr ihr "AAA" Rating gestrichen.

New York - Sollten Demokraten und Republikaner keine Lösung im Haushaltsstreit finden, sei die Gefahr hoch, dass die USA ihr "AAA"-Rating einbüßten, teilte Fitch am Mittwoch mit. Die Bonitätswächter haben die Bewertung der weltgrößten Volkswirtschaft bereits mit einem negativen Ausblick versehen.

Einigen sich die Parteien nicht, drohen im kommenden Jahr automatische Sparmaßnahmen und Steuererhöhungen im Umfang von 600 Milliarden Dollar für alle Amerikaner. Dieses Szenario wird an der Börse als Sturz über die "fiskalische Klippe" (fiscal cliff) beschrieben. Die US-Wirtschaft könnte dann in eine laut Fitch "vermeidbare und unnötige" Rezession geraten, die die Finanzstabilität und Wachstumsaussichten des Landes gefährde.

Im August vergangenen Jahres hatte S&P als erste Agentur den USA ihre Topbonität gestrichen. Die dritte große Agentur Moody's hat den USA bereits wiederholt mit dem Entzug der Bestnote gedroht.

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