17.12.2012
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Halbleiterhersteller
Infineon plant weitere Aktienrückkäufe

Gute Laune: Infineon-Chef Ploss hat volle Kassen - und weiß mit dem Geld etwas anzufangen
DPA

Gute Laune: Infineon-Chef Ploss hat volle Kassen - und weiß mit dem Geld etwas anzufangen

Die Kassen des Halbleiterherstellers Infineon sind gefüllt. Jetzt sagte Unternehmenschef Ploss, wofür er das Geld nutzen will. Firmenübernahmen und weitere Aktienrückkäufe stehen demnach bevor. Zudem will Infineon eventuell das Patentportfolio von Quimonda kaufen.

Hamburg - Der Halbleiterhersteller Infineon plant Firmenzukäufe. "Ich peile mehrere kleine oder auch mal eine mittelgroße Übernahme an", sagte Reinhard Ploss, seit Oktober Vorstandschef des Dax-Unternehmens, der "Süddeutschen Zeitung". "Da könnte es in unserem Geschäftsbereich mit Halbleitern für die Stromversorgung einen Zukauf geben oder in unserem Industriebereich", ergänzte der Manager.

Die Kasse der früheren Siemens-Sparte ist derzeit mit 1,9 Milliarden Euro gut gefüllt. Daher erwägt der Vorstand nicht nur Akquisitionen, sondern auch, das auslaufende Aktien-Rückkaufprogramm fortzuführen: "Wir denken über eine Verlängerung nach", sagte Ploss. Wegen des Wirtschaftsabschwungs hatte der 57-Jährige bei dem Unternehmen mit weltweit fast 27.000 Beschäftigten die Zahl der Jobs eingefroren und Kurzarbeit für 1100 Beschäftigte eingeführt.

Von einem Einstellungsstopp als nächsten Schritt hält er aber nichts: "Es wird keinen Einstellungsstopp geben. Ich will nicht, dass die guten Bewerber woanders hingehen", sagte er. Doch de facto sei es schon so, dass bei jeder Stelle genau überlegt werde, ob Infineon sie wirklich besetzen müsse.

Infineon Chart zeigen prüft zudem, das Patentportfolio der einstigen Speicherchip-Tochter Qimonda Chart zeigen zu kaufen. Qimonda ging 2009 pleite, der Insolvenzverwalter wirft Infineon Fehler vor und fordert vor Gericht fast 3,4 Milliarden Euro Schadenersatz. "Es gibt Überlegungen, unabhängig vom Rechtsstreit Qimondas Patentportfolio zu kaufen", sagte Ploss. "Wir vertreten die Auffassung, dass Infineon die Patente ohnehin in Lizenz nutzen darf, aber in der Chipindustrie sind eigene Patente wichtig."

Was den Rechtsstreit angeht, ließ der Manager die Bereitschaft zu einem außergerichtlichen Vergleich erkennen: "Der Vorstand beschäftigt sich regelmäßig mit dem Fall, und es hätte einen Wert, sich künftig nicht mehr damit befassen zu müssen. Für eine Einigung gibt es aber nur einen sehr moderaten finanziellen Rahmen." Milliarden-Forderungen halte Infineon für unbegründet, ergänzte Ploss, der seit 2007 Vorstandsmitglied ist.

cr/rtr

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