Sonntag, 29. März 2015

ThyssenKrupp Moody's prüft Herabstufung

Moody's-Zentrale in New York: Der Milliardenverlust gibt der Ratingagentur zu Denken

Die Milliardenverluste bei ThyssenKrupp könnten für den Konzern weitere folgenschwere Konsequenzen haben: Die Ratingagentur Moody's überprüft derzeit die Bonität des Unternehmens und droht mit Abstufung.

Düsseldorf - Die Kreditwürdigkeit von ThyssenKrupp werde auf eine Herabstufung hin überprüft, teilte Moody's mit. Die Ratingagentur bewertet die langfristigen Schulden des Konzerns derzeit mit Baa3 und die kurzfristigen Verbindlichkeiten mit P-3.

Bei einer Herabstufung könnte sich die Refinanzierung des Konzerns verteuern. Der Schritt sei wegen der Verschlechterung der operativen Entwicklung bei ThyssenKrupp zum Jahresende hin und wegen des herausfordernden Ausblick für 2013 vollzogen worden, teilte die Agentur mit.

ThyssenKrupp hatte im abgelaufenen Geschäftsjahr 2011/12 mit einem Verlust von fünf Milliarden Euro den größten Fehlbetrag in der Firmengeschichte geschrieben. Als Konsequenz aus den Milliardenverlusten und mehreren Korruptionsskandalen hat sich Konzernchef Heinrich Hiesinger von drei Vorstandsmitgliedern getrennt.

Die Aktien von ThyssenKrupp Börsen-Chart zeigen gaben bis zum Mittag um 1,8 Prozent nach. Für die Verluste war ein Bericht des manager magazins mit verantwortlich, demzufolge die Deutsche Bahn den Konzern im Zusammenhang mit dem Schienenkartell auf Schadensersatz verklagen will.

mg/rtr

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