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12. Dezember 2012, 11:36 Uhr

Vermögen 2012

Wie die Deutschen ihr Geld anlegen

Von Arne Gottschalck

Gold, Aktien oder Immobilien - was besitzen die Deutschen wirklich, und wie stark ist ihre Vorliebe für die Krisenwährung Gold? Eine Studie bringt Überraschendes an den Tag.

Hamburg - Deutsche Sparer gelten als konservativ. Entsprechend wenig überraschend ist es, dass sie dem Glanz des Goldes erliegen. Überraschender ist es da schon, wie viel Gold sie besitzen. Immerhin knapp 7 Prozent der weltweiten Goldmenge findet sich in deutschen Händen, zeigt eine aktuelle Studie des Research Center for Financial Services der Steinbeis-Hochschule Berlin.

Verteilt sind diese Bestände auf Privathaushalte und die Bundesbank. Die Bevölkerung selbst besitzt 5 Prozent der Weltgoldmenge. Und anders als Aktien ist Gold inzwischen ein Jedermann-Investment. Denn 69 Prozent der Deutschen hat Gold im Schließfach - ob als Münze oder als Schmuck. Dabei wird das Edelmetall nicht nur zur Sicherheit gekauft.

Denn der Anteil jener, die Goldschmuck besitzen, ist im Vergleich zu 2010 etwas gesunken. Das "lässt darauf schließen, dass einige Schmuckbesitzer sich den hohen Goldpreis zunutze machten und ihren Schmuck veräußerten", so die Studie unter Federführung von Professor Jens Kleine. Für die Nutzung von Gold zu Anlagezwecken spricht auch, dass der Anteil jener, die goldbezogene Wertpapiere besitzen, leicht gestiegen ist.

Statistisch gesehen, hat jeder Deutsche zuletzt Gold im Wert von 5.065 Euro gehortet - 2.381 Euro in Schmuck, 2.684 Euro in Barren oder Münzen und 685 Euro in goldbasierte Wertpapiere. 75 Prozent der Goldbesitzer kaufen Gold übrigens zur Absicherung gegen eine wirtschaftliche Krise. Und 95 Prozent der Goldeigner sind mit ihrer Entscheidung für das Edelmetall zufrieden, so die Studie.

Vom Gewicht der anderen Anlagen wie Bankguthaben ist Gold aber noch weit entfernt, wie folgende Übersicht zeigt.


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