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30.11.2012
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Leistungsbilanz
Kapital fließt wieder nach Spanien

Bürotürme in Madrid: Beruhigung am Kapitalmarkt
AP

Bürotürme in Madrid: Beruhigung am Kapitalmarkt

Die Entspannung am Finanzmarkt wirkt auch auf Spaniens Leistungsbilanz. Erstmals seit mehr als einem Jahr fließt wieder mehr Kapital ins Land als heraus. Auch im Handel schmilzt das Defizit dahin. Den Spaniern stehen dennoch weitere Einschnitte bevor.

Madrid - Spanien hat im September erstmals seit Juli 2011 wieder Nettokapitalzuflüsse erhalten. Diese beliefen sich auf 31 Milliarden Euro, wie aus den am Freitag von der spanischen Notenbank veröffentlichten Zahlen zur Leistungsbilanz hervorgeht. Offenbar hat sich die jüngste Entspannung an den Finanzmärkten auch auf die Kapitalflüsse ausgewirkt.

Vor allem das von der Europäischen Zentralbank (EZB) im Sommer angekündigte Anleihekaufprogramm dürfte zu der positiven Entwicklung beigetragen haben. Die Risikoaufschläge für spanische Staatsanleihen waren zuletzt merklich gesunken.

Zuvor waren aus Spanien große Summen abgeflossen. Im Zeitraum Januar bis September lagen die Nettokapitalabflüsse laut Notenbank bei 216 Milliarden Euro. Im entsprechenden Zeitraum im Jahr 2011 hatte der Wert nur bei acht Milliarden Euro gelegen.

Bemerkenswert ist auch der deutliche Rückgang des Defizits in der Leistungsbilanz. In den ersten neun Monaten des Jahres habe es bei 370 Millionen Euro gelegen, hieß es weiter. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres hatte das Defizit mit 3,726 Milliarden Euro mehr als zehnmal so viel betragen. Verantwortlich für diese Entwicklung war vor allem ein deutlicher Rückgang des Defizits im Warenhandel und ein Anstieg des Überschusses in der Einkommens- und Dienstleistungsbilanz.

Die wirtschaftliche Krise greift jedoch weiter um sich. Das Land hatte im Oktober die höchste Arbeitslosenquote Europas mit 26,2 Prozent. Spaniens Rentner müssen den Gürtel noch enger schnallen. Die Renten sollen in diesem Jahr erstmals nicht um den Wert der Inflation erhöht werden, wie Vizeregierungschefin Soraya Sáenz de Santamaría am Freitag ankündigte.

Normalerweise werden die Renten im November auf Basis der Inflation angepasst - das wären nach vorläufigen Berechnungen aktuell 2,9 Prozent. Der Haushalt für 2013 sieht nun aber nur eine Aufstockung der Renten im Januar um 1 Prozent vor. Für Rentner, die weniger als 1000 Euro erhalten, gilt eine Anhebung von 2 Prozent.

ak/dpa-afx/dapd

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