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29.11.2012
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Schuldenstreit
Argentinien bekommt Aufschub

Festgesetzt: Argentinisches Segelschulschiff "Libertad" in Ghana
AP

Festgesetzt: Argentinisches Segelschulschiff "Libertad" in Ghana

Ein erneuter Staatsbankrott Argentiniens ist vorerst vermieden - zumindest gilt die von einem US-Gericht gesetzte Frist zum 15. Dezember nicht mehr. Dennoch stehen sich das Land und Hedgefonds weiter unversöhnlich gegenüber, nun auch vor dem Hamburger Seegericht.

New York/Hamburg - Argentinien gewinnt im Streit mit US-Hedgefonds um alte Staatsschulden wertvolle Zeit. Ein Berufungsgericht hat das Urteil eines New Yorker Bezirksgerichts zunächst ausgesetzt, das das lateinamerikanische Land in die Zahlungsunfähigkeit hätte treiben können. Eine endgültige Entscheidung soll später fallen. Für den 27. Februar ist eine Anhörung angesetzt, wie US-Medien am späten Mittwoch meldeten.

Hintergrund des Streits ist Argentiniens Staatspleite vor zehn Jahren. Damals hatte der Großteil der Gläubiger bei einer Umschuldung mitgemacht und dabei auf viel Geld verzichtet. Ein kleiner Teil der Gläubiger besteht jedoch bis heute auf der vollen Rückzahlung des geliehenen Geldes - darunter auch eine Gruppe von Hedgefonds um Milliardär Paul Singer, die kurz vor dem Bankrott Anleihen zum Schnäppchenpreis aufgekauft hatten. Singer führt darum einen Rechtsstreit in den USA.

Der New Yorker Bezirksrichter Thomas Griesa hatte in der vergangenen Woche entschieden, dass Argentinien den Hedgefonds das Geld in vollem Umfang auszahlen muss. Wenn das Land sich geweigert hätte, hätten auch alle übrigen Gläubiger kein Geld gesehen - es wäre zu einem erneuten Zahlungsausfall gekommen. Das US-Gericht besitzt dieses Druckmittel, weil die Abwicklung der Zahlungen über die Bank of New York Mellon Chart zeigen läuft.

Im Streit um die Beschlagnahmung eines argentinischen Schiffes vor der Küste von Ghana hat am Donnerstag der Prozess vor dem Seegerichtshof in Hamburg begonnen. Argentinien fordert von Ghana die Freigabe des festgesetzten Marine-Schulschiffs "Libertad". Ein ghanaischer Richter hatte auf Antrag des US-Hedgefonds Elliott Associates die Fregatte beschlagnahmt.

Der Hedgefonds will von Argentinien Anleiheschulden aus dem Jahr 2001 eintreiben und greift dabei zu ungewöhnlichen Mitteln. Der Dreimaster liegt seit dem 2. Oktober im Hafen von Tema fest. Ein Großteil der Besatzung wurde von der argentinischen Regierung von Bord geholt.

ak/dpa-afx

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