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26.11.2012
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Hauptversammlung
Borussia Dortmund bietet erste Dividende

Umjubelte Rede: Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke auf der Mitgliederversammlung
DPA

Umjubelte Rede: Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke auf der Mitgliederversammlung

Der sportliche Erfolg des Deutschen Meisters macht es möglich: Erstmals seit dem Börsengang will Borussia Dortmund einen Gewinn an die Aktionäre ausschütten. Zudem bekennt sich der Verein zum Verzicht auf Schulden.

Dortmund - Für den deutschen Meister Borussia Dortmund geht es nicht nur sportlich aufwärts. Der einzige börsennotierte Fußball-Club Deutschlands kann seinen Anteilseignern an diesem Montag bei der Aktionärsversammlung in der Westfallenhalle 3 positive Geschäftszahlen präsentieren.

Der Rekordumsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr 2011/12 von 215,2 Millionen Euro und der in der Bundesliga-Historie bisher unerreichte Nettogewinn von 34,3 Millionen Euro soll sich auch für die Aktionäre bezahlt machen. Erstmals seit ihrem Börsengang am 31. Oktober 2000 will die Borussia Dortmund GmbH & Co KGaA Chart zeigen eine Dividende ausschütten: 6 Cent je Aktie, etwa ein Zehntel des Gewinns. Der Hauptteil fließe in den weiteren Schuldenabbau und in Investitionen, sagte Finanzchef Thomas Treß.

Mehr als die Hälfte des Gewinns brachten Transfererlöse. Das gab Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke am Montag auf der Aktionärsversammlung in Dortmund bekannt. Durch die Abgabe den beiden Offensivspieler Shinji Kagawa und Lucas Barrios seien rund 26 Millionen Euro eingenommen worden.

Bereits auf der Mitgliederversammlung am Sonntag herrschte Festtagsstimmung. Angesichts glänzender Bilanzen hatte die Vereinsspitze vor rund 1300 Mitgliedern in der Westfalenhalle 3 leichtes Spiel. "Was wir im Moment erleben, ist unfassbar. Aber die schwerste Aufgabe steht uns noch bevor - für wirtschaftliche und sportliche Nachhaltigkeit zu sorgen", sagte Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke in seiner umjubelten Rede.

Beim Empfang der Mannschaft gab es minutenlange Ovationen. Stolz erinnerte Watzke an die zurückliegende Saison mit dem Gewinn der Meisterschaft und des DFB-Pokals. Besonders groß war die Genugtuung des BVB-Chefs, als er auf die jüngsten Erfolge in der Champions League zu sprechen kam.

"Maximaler sportlicher Erfolg ohne einen Euro Schulden"

Den vorzeitigen Sieg in der vermeintlichen schwersten Gruppe des Wettbewerbs mit vier Landesmeistern wertete Watzke als Bestätigung für die Personalpolitik. Trotz der Misserfolge der vorigen beiden Jahre auf europäischer Bühne habe sich niemand verleiten lassen, das Team umzubauen. "Wir sind auf einem großartigen Weg", befand Watzke.

Dennoch kündigte Watzke auch für die Zukunft eine maßvolle Geschäftspolitik an: "Wir wollen maximalen sportlichen Erfolg auf solider wirtschaftlicher Basis, ohne einen Euro Schulden zu machen." Es erleichtert die Planungen, dass besonders werthaltige Verträge mit dem Hauptsponsor, dem Ausrüster und dem Partner für die Stadionnamensrechte abgeschlossen werden konnten. Das garantiert dem Club einen stabilen Sockelbetrag von 20 Millionen Euro im Jahr.

Unter dem Applaus der Mitglieder sagten Watzke und Präsident Reinhard Rauball dem Rechtsradikalismus im Fußball den Kampf an. "Wer sich nicht auf dem Boden des Grundgesetzes befindet, den schmeißen wir raus", sagte der Geschäftsführer. Rauball, der zudem das Amt des Liga-Präsidenten bekleidet, forderte die Politik zur Mithilfe auf: "Die Politik muss voran marschieren. Und dazu gehört, dass sie sich zu einem NPD-Verbot nach Karlsruhe bewegt."

ak/dpa-afx

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