Sonntag, 29. März 2015

Bundesweite Razzien Steuerfahnder filzen deutsche UBS-Kunden

Steuerfahnder verdächtigen mehrere hundert deutsche Kunden der Schweizer Großbank UBS der Steuerhinterziehung

Die Behörden setzen zu einem neuen Schlag gegen Steuersünder an: Mehrere Staatsanwälte und 50 Steuerfahner führen bundesweit Razzien bei deutschen Kunden der Schweizer Großbank UBS durch. Dabei stützen sie sich auf eine neu angekaufte CD mit Steuerdaten.

Bochum - Steuerfahnder haben am Montag bundesweit Firmen und Privathäuser von deutschen Kunden der Schweizer Großbank UBS Börsen-Chart zeigen durchsucht. Betroffen seien mehrere hundert Verdächtige, die Steuern hinterzogen haben könnten, sagte der Bochumer Oberstaatsanwalt Bernd Bienioßek heute. Über die Razzien hatte zunächst die "Bild"-Zeitung berichtet.

Grundlage ist nach Informationen der Zeitung eine Steuer-CD, die das NRW-Finanzministerium vor drei Monaten über Fahnder aus Wuppertal angekauft hatte. Darauf befänden sich neben Kontodaten auch Informationen zu Stiftungen, mit denen Deutsche in der Schweiz Steuern hinterzogen haben sollen.

Staatsanwälte und 50 Steuerfahnder aus mehreren Bundesländern seien im Einsatz, sagte Bienioßek. Die Bochumer Behörde hat eine Schwerpunktabteilung für überörtliche Wirtschaftsstrafsachen.

wed/dpa

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