Dienstag, 4. August 2015

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Umschichtung Shell und BP scheffeln Milliardengewinne

Die Geschäfte laufen gut: Der bereinigte Nettogewinn von Shell betrug im dritten Quartal 6,6 Milliarden Dollar

Die Öl-Giganten Shell und BP haben im dritten Quartal jeweils einen hohen Milliardengewinn eingefahren. Dabei hatte BP erneut hohe Belastungen für die Katastrophe im Golf von Mexiko zu verkraften.

London - Der Ölkonzern Shell hat im dritten Quartal von einem besseren Flüssiggasgeschäft profitiert und etwas mehr verdient. Der Nettogewinn stieg um 2,3 Prozent auf 7,14 Milliarden US-Dollar, wie das britisch-niederländische Unternehmen mitteilte. Bereinigt um Einmaleffekte und Bestandsveränderungen standen unter dem Strich noch 6,6 Milliarden Dollar. Damit übertraf Shell Börsen-Chart zeigen die Analystenerwartungen.

Für das Gewinnplus sorgte vor allem das Geschäft mit Flüssiggas (Liquefied Natural Gas, LNG), dessen Absatz dank des australischen LNG-Projkets Pluto auf fast fünf Millionen Tonnen zulegte. Das entspricht einem Zuwachs um 4 Prozent gegenüber des gleichen Vorjahreszeitraums. Als Zwischendividende will Shell 43 US-Cent je Aktie ausschütten.

BP: Kosten der Ölkatastrophe belasten weiter

Bereits am Dienstag hatte der britische Ölkonzern BP Börsen-Chart zeigen von einem Milliardengewinn. Trotz niedrigerer Produktion und geringerer Margen im Raffineriegeschäft fiel unter dem Strich ein Gewinn von 5,4 Milliarden US-Dollar. Im Vorjahr hatten die Kosten für die Ölkatastrophe im Golf von Mexiko das Unternehmen mit 1,4 Milliarden Dollar tief in die roten Zahlen gedrückt.

Die Kosten für die Folgen der Ölpest bezifferte BP auf 882 Millionen Dollar vor Steuern für die ersten neun Monaten des Jahres. Die Rückstellungen für die Ölkatastrophe und ihre Folgen belaufen sich mittlerweile auf 38,1 Milliarden Dollar. Zwar einigte sich BP im vergangenen März mit tausenden Privatleuten und Unternehmen auf Entschädigungszahlungen, ein weiteres Gerichtsverfahren in den USA steht BP aber im kommenden Jahr noch bevor

Für das vierte Quartal rechnet der Ölkonzern mit einer wieder steigenden Produktion. Indes dürften die Raffineriemargen weiter sinken und die Margen im Petrochemiegeschäft niedrig bleiben.

rei/dpa-afx

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