Donnerstag, 19. Juli 2018

Mehr Anzeigen Geldwäscher "investieren" in Immobilien

Immobilienmarkt: Offenbar fließt immer mehr Kapital aus kriminellen Geschäften in deutsche Immobilien, um die Spur des Geldes zu verwischen

Die organisierte Kriminalität wäscht offenbar immer mehr schmutziges Geld in Deutschland. Verstärkt würden auch Immobilien und Restaurantbetriebe zur Geldwäsche missbraucht, heißt es.

Hamburg - In Deutschland wird offenbar vermehrt schmutziges Geld aus dem Ausland gewaschen. Wie die "Bild"-Zeitung unter Berufung auf Zahlen berichtet, die das Bundeskriminalamt (BKA) gemeinsam mit der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) heute in Wiesbaden vorstellen will, gingen 2011 bei den Ermittlern knapp 13.000 Anzeigen wegen des Verdachts auf Geldwäsche nach dem "Geldwäschegesetz" ein. Dies sei im Vergleich zum Vorjahr eine Steigerung um rund 17 Prozent.

Stark gestiegen seien laut Zeitungsbericht vor allem Betrugsdelikte, bei denen Privatpersonen ihr Konto für die Geldwäsche zur Verfügung stellen. Aber auch der Immobilienmarkt, Restaurantbetriebe und Spielhallen würden immer häufiger zur Geldwäsche missbraucht, berichtete "Bild".

"Es gibt besonders viele Geldströme aus Italien nach Deutschland", sagt der Geldwäsche-Experte Friedrich Schneider von der Universität Linz. Aber auch aus Russland, Weißrussland und der Ukraine ströme das Geld der Organisierten Kriminalität nach Deutschland.

rei/dapd

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