07.10.2012
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Geldanlage
Sparen mit den Wohnungsbau-Genossen

Wohnungsbau in München: Genossenschaften bieten Sparern oft über zwei Prozent Zinsen.
dapd

Wohnungsbau in München: Genossenschaften bieten Sparern oft über zwei Prozent Zinsen.

Zu den mickrigen Zinsen vieler Geldinstitute gibt es eine attraktive Alternative: Das Sparen bei Wohnungsbaugenossenschaften bringt oft über zwei Prozent Zinsen ein. Noch kennen weniger Sparer diesen Geheimtipp - weil viele Anbieter kaum Werbung machen.

Hamburg - Es ist noch ein echter Geheimtipp: Beim Sparen bei Wohnungsbaugenossenschaften gibt es vielfach um die zwei Prozent Zinsen und noch deutlich mehr. Im Vergleich zu den momentan üblichen 0,5 oder gar nur 0,25 Prozent bei vielen Banken und Sparkassen seien das gute und solide Angebote, betont Max Herbst von der unabhängigen Frankfurter Finanzberatung FMH: "Ein echter Geheimtipp."

"Kaum ein Bürger kennt diese Alternative", sagt auch Andrea Heyer, Finanzexpertin der Verbraucherzentrale Sachsen. Dabei bieten bereits 50 der bundesweit etwa 2.000 Wohnungsgenossenschaften attraktive Verzinsungen für Spareinlagen wie Festgeld oder Sparbücher an. Und es werden immer mehr.

Doch die Gesellschaften mit jahrzehntelanger Tradition wie etwa die Chemnitzer Siedlungsgemeinschaft, Einheit Erfurt, die Berliner Bau- und Wohnungsgenossenschaft von 1892 oder der Spar- und Bauverein Solingen machen keine Reklame für ihre Angebote. "Wer mit den mageren Zinsen seiner Filialbank unzufrieden ist und ausländischen Banken kein Geld anvertrauen will, sollte die Chance nutzen", betont Annabel Oelmann von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen.

Auch Kinder und Enkel dürfen sparen

Die meisten Genossenschaften stehen allen Sparern offen. Die meisten haben schon eine lange Tradition und wurden bereits im 19. Jahrhundert gegründet. Niemand muss Mieter sein, um sein Geld bei den Wohnungsunternehmen anlegen zu können. Wer ein Festgeldkonto, einen Sparplan für Teenager oder zur Altersvorsorge eröffnen will, muss allerdings zuerst Mitglied der Wohnungsgenossenschaft werden und einmalig Pflichtanteile erwerben. Die Kosten dafür liegen zwischen fünf und 300 Euro.

Wird die Spareinlage wieder aufgelöst, bekommen die Kunden das Geld zurück. "In der Regel auch noch verzinst", sagt Herbst. Zusatzvorteil: Auch die Angehörigen von Mitgliedern, also Kinder, Ehepartner, Geschwister oder Enkel können meist Geld anlegen, ohne selbst beitreten zu müssen.

Wie attraktiv die Zinsen bei den Genossenschaften sind, zeigt eine aktuelle Auswertung des Bundesverbandes deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen (GdW). So gibt es für Spareinlagen mit dreimonatiger Kündigungsfrist bis zu 1,9 Prozent Zinsen, bei Ratensparverträgen bis zu 2,75 Prozent, wie die Analyse von 20 Spareinrichtungen ergab.

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