Donnerstag, 21. Februar 2019

Inflationsangst Gold mit größtem Kursplus seit 2009

Gold: Die Krisenwährung ist wieder gefragt

Die Weltbörsen haben ihre Talfahrt beschleunigt: Investoren spekulieren nun darauf, dass US-Notenbank und EZB die Geldschleusen erneut öffnen, um die Weltwirtschaft vor der Rezession zu retten. Dies treibt den Goldpreis kräftig an: Gold verbucht den größten Tagesgewinn seit dreieinhalb Jahren.

New York - Spekulationen auf eine weitere Lockerung der US-Geldpolitik haben dem Goldpreis am Freitag kräftigen Auftrieb gegeben. Eine Feinunze des Edelmetalls verteuerte sich um 3,7 Prozent auf 1617,10 Dollar. Dies ist der größte Tagesgewinn seit etwa dreieinhalb Jahren.

Für Anleger aus der Euro-Zone verteuerte sich das als Inflationsschutz schlechthin betrachtete Gold um 3,3 Prozent. Mit 1302,42 Euro je Feinunze war es so teuer wie zuletzt Mitte März.

Gold hatte in den Wochen zuvor im Einklang mit den Aktien- und Rohstoffmärkten nachgegeben. Am Freitag zeichnete sich jedoch die gegenläufige Entwicklung ab: Während der Ölpreis ebenso wie viele Industrierohstoffe erneut kräftig nachgaben, legte die Krisenwährung Gold deutlich zu. Offenbar rechnen immer mehr Anleger mit einem erneuten Noteinsatz der Notenbanken.

la / reuters

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