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22.05.2012
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Samsung
Das aggressivste Unternehmen der Welt

Von Thomas Katzensteiner und Astrid Maier

Angriff aus Korea: Wie Samsung die Welt erobern will
Fotos
AFP

Vom Nobody zu Apples Hauptgegner: Der Aufstieg des koreanischen Multikonzerns Samsung ist beispiellos. Die Koreaner führen das aggressivste Unternehmen der Welt mit dem Rezept: kopieren, lernen, verbessern.

Hamburg - Nichts deutet in Everland auf die wahren Ausmaße dieses Imperiums hin. Nicht die mächtige Seilbahn, von der aus der Blick über das eine Million Quadratmeter große Gelände schweift. Nicht die Paraden mit Hunderten Kostümierten, die sich hier regelmäßig durch die Straßen schieben. Auch nicht der "T Express", eine 56 Meter hohe und 1,6 Kilometer lange Holzachterbahn, auf der sich stündlich bis zu 1500 Besucher in einer Mischung aus Vergnügen und Angst die Seele aus dem Leib schreien.

Auf den ersten Blick scheint der Freizeitpark, der von Seoul aus in rund 40 Minuten Autofahrt zu erreichen ist, nicht mehr als eine koreanische Variante von Disneyland zu sein. Doch Everland ist nicht nur ein Freizeitpark, sondern auch ein gleichnamiger Infrastrukturdienstleister.

Und der Mittelpunkt eines undurchsichtigen Beteiligungsgeflechts, zu dem in Südkorea unter anderem ein Baukonzern, ein Rüstungshersteller und der weltgrößte Hersteller von Containerschiffen gehören. Wer sich durch das Dickicht hindurchwühlt, kommt irgendwann auch an bei Samsung Electronics, dem börsennotierten Vorzeigeunternehmen im Verbund.

Regiert werden Everland und Samsung Chart zeigen nun schon in zweiter Generation von der Familie Lee, einer verschwiegenen Unternehmerdynastie. Als Minderheitsaktionär beherrschen sie etwa Samsung Electronics über eine Zwischenbeteiligung an einem Lebensversicherungskonzern, zu dessen größten Anteilseignern wiederum Everland gehört - und können damit ganz so walten, als gehöre ihnen die Mehrheit. Niemand in Südkorea ist reicher als Familienpatriarch Lee Kun Hee (70), dessen Vermögen "Forbes" auf 8,3 Milliarden Dollar schätzt.

Drei Sterne: Wie Samsung Sony deklassierte

Der Clanchef hat es wie kein Zweiter geschafft, sich die digitale Revolution zunutze zu machen: In weniger als zwei Jahrzehnten hat er aus dem Unternehmen, das einst billige Kopien japanischer und westlicher Geräte anfertigte, den führenden Elektronikkonzern der Welt geformt. Den Erzfeind aus Japan, Sony, der lange als unbezwingbar galt, hat Samsung deklassiert. Jetzt kämpfen die Asiaten mit dem Kultkonzern Apple aus Kalifornien um die Vorherrschaft im Geschäft mit Smartphones und Tablet-Computern.

Der Erfolg verdankt sich einem weltweit beispiellosen Unternehmensregime. Samsung - koreanisch für "Drei Sterne" - ist diszipliniert und kompromisslos. Vor allem aber ist es das wohl aggressivste Unternehmen der Welt.

Geht es nach dem Willen des Regenten, dann ist das alles erst der Anfang der großen Samsung-Offensive. Lee will bald schon neue Märkte und Geschäfte an sich reißen; bis 2020 sollen sich allein die Erlöse der Elektroniksparte verdreifachen und dann auf 400 Milliarden Dollar anschwellen.

m wichtigsten Ranking der weltweit beliebtesten Marken des Beratungsunternehmens Interbrand soll Samsung bis dahin vom aktuell 17. Platz auf Rang 5 aufsteigen. Dort thront derzeit noch General Electric Chart zeigen - der US-Mischkonzern, nach dessen Vorbild Lee sein Riesenreich einst konzipierte und dessen früherer Chef und Managerikone Jack Welch sein Vorbild ist.

Dazu passt, dass Lee sein Reich in ständiger Alarmbereitschaft hält.

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