Donnerstag, 27. Juli 2017

Schweiz Notenbank drückt Franken-Kurs weiter

Franken-Bündel: Die Schweizer Währung ist stark - und bereitet der landeseigenen Wirtschaft im Export Schwierigkeiten

Die Schweizerische Nationalbank ist zu weiteren Maßnahmen zur Schwächung des Franken bereit. Falls die Wirtschaftsaussichten und die deflationären Risiken es erforderten, werde die Nationalbank eingreifen, sagte der Chef der Bank in einem Interview.

Zürich - Falls die Wirtschaftsaussichten und die deflationären Risiken es erforderten, werde die Nationalbank eingreifen, bekräftigte der Chef der Institution, Philipp Hildebrand, im Interview mit der "NZZ am Sonntag." Der Franken sei zum Euro Börsen-Chart zeigen weiter hoch bewertet. Die SNB rechne mit einer weiteren Abwertung. "Falls das nicht eintritt, könnte das zu deflationären Risiken führen und die Wirtschaft stark belasten", sagte Hildebrand. Er hat sich bereits früher ähnlich geäußert. Erst am Donnerstag unterstrich zudem SNB-Direktoriumsmitglied Jean-Pierre Danthine die Entschlossenheit der SNB, weiter gegen die Frankenstärke vorzugehen.

Die Notenbank hatte Anfang September eine Kursuntergrenze von 1,20 zum Euro festgesetzt. Um diese durchzusetzen, ist sie bereit, Devisen in unbeschränkter Höhe zu kaufen. Ihren Ausgang nahm die Frankenstärke in der Euro-Schuldenkrise: Diese trieb Investoren in Scharen in sichere Häfen wie die Schweizer Währung oder Gold. Anfang August hatte die für die exportabhängige Schweizer Industrie wichtigste Partnerwährung Euro sogar nahezu Parität erreicht. Zuletzt pendelte der Franken zum Euro zwischen 1,20 und 1,25.

cr/rtr

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