Mittwoch, 16. August 2017

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Autokauf Kopf schlägt Bauch

Gefühl oder Verstand? Autokäufer hören vor allem auf den Kopf - sagen sie jedenfalls

Beim Autokauf gehen die Deutschen offenbar weit rationaler vor als angenommen. Laut einer Umfrage sind ihnen geringer Verbrauch und niedrige Unterhaltskosten deutlich wichtiger als Marke, Design und Geschwindigkeit.

Hamburg - Beim Autokauf lassen sich deutsche Kunden einer Studie zufolge eher von Vernunftgründen wie niedrigem Verbrauch oder großem Kofferraum leiten statt von vielen PS oder klingenden Markennamen. In einer Umfrage unter 1000 Autofahren durch die Münchner Unternehmensberatung Progenium wurden zwei Kaufgründe als am wichtigsten genannt: "geringer Verbrauch/hohe Reichweite" und "günstiger Preis/niedrige Unterhaltskosten". Die am Sonntag veröffentlichte Studie lag der Nachrichtenagentur dapd exklusiv vor.

Auf einer Skala von 1 (sehr begeistert) bis 4 (überhaupt nicht begeistert) erzielten die beiden Punkte mit 1,2 den besten Wert. In der Wertung der Autofahrer folgten "elektronische Hilfsmittel wie Navigation oder Spurassistent" mit 1,4 sowie ein "emissionsarmer Motor" mit 1,5 auf den Plätzen. "Viel transportieren können" (1,6) ist das nächste wichtigste Argument.

Am unteren Ende der Skala rangieren "Fahren mit offenem Verdeck" (3,2), "Motorensound" (3,1), die "Marke des Herstellers" (2,5), "einzigartiges Design" (2,4) sowie "hohe Geschwindigkeit" (2,4). Auch die "Beziehung zu meinem Händler" zieht die Autofahrer mit einer 2,7 nicht wirklich in den Bann. "Es ist offensichtlich, dass wesentliche Werte, die die Automobilindustrie seit Jahren werblich verkauft, weit weg sind vom aktuellen Zeitgeist", sagte Progenium-Gründer Michael Mandat.

nis/dapd

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